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Duisburg sucht Trainer mit Aufstiegserfahrung

Duisburg - Der Rauswurf von Rudi Bommer erfolgte in Windeseile, bei der Suche nach einem neuen Fußball-Trainer möchte sich der MSV Duisburg aber Zeit lassen.

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«Wir wollen einen Trainer mit Aufstiegserfahrung, vollziehen aber keinen Schnellschuss», sagte MSV-Sportdirektor Bruno Hübner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der ins Mittelfeld der 2. Bundesliga abgerutschte Traditionsverein hatte sich unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen RW Ahlen vom bisherigen Chefcoach Bommer getrennt. Bis die Position, für die der Niederländer Jos Luhukay als Top-Kandidat gilt, wieder besetzt ist, soll Assistent Heiko Scholz das Training leiten.

Gefeuert

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Rudi Bommer ist nicht mehr Trainer des MSV Duisburg.

Mit der Beurlaubung endete für den 51 Jahre alten Bommer eine bemerkenswerte Berg-und-Tal-Fahrt. Zur Saison 2006/07 hatte der ehemalige Nationalspieler den Trainerposten beim Zweitligisten übernommen und sogleich den Bundesliga-Aufstieg geschafft. Den direkten Abstieg im vergangenen Frühjahr konnte er aber nicht verhindern. Bommer scheiterte auch beim Versuch, eine schlagkräftige Mannschaft für das sofortige Comeback aufzubauen. «Es ist unser Anspruch, in der 1. Liga zu spielen, Duisburg hat ein großartiges Potenzial», sagte MSV-Präsident Walter Hellmich, der zu Saisonbeginn 15 neue Spieler verpflichten ließ.

Die Trennung von Bommer, dem er auch im Abstiegsjahr stets den Rücken stärkte und mit einem Vertrag bis 2010 ausstattete, vollzog Hellmich vor allem auf Druck von außen. Seit vielen Monaten protestierten viele der als sehr kritisch geltenden MSV-Fans gegen den Coach. Beim Match gegen Ahlen wurden von der Nordtribüne hunderte «Rote Karten» gegen Bommer in die Luft gehalten, nahezu über die kompletten 90 Minuten wurde «Bommer raus» gerufen. Die Stadionregie zeigte die Proteste sogar auf den Anzeigetafeln.

«Der Schritt tut mir weh, aber Bommer und die Mannschaft machten zuletzt einen zermürbten Eindruck, und wir müssen an das Wohl des MSV denken», sagte Hellmich. Der Präsident beauftragte Hübner mit der Suche nach einem neuen Coach, der den Wunsch vom Bundesliga-Comeback erfüllen soll. Leicht wird das nicht, denn die Aufstiegsplätze sind für den Tabellen-Zehnten zwar noch in Sichtweite, doch das Team vermittelte zuletzt einen kraft- und ideenlosen Eindruck.

Interimscoach Scholz, der bereits als Nachfolger von Norbert Meier (Dezember 2005) und Jürgen Kohler (April bis Mai 2006) kurzzeitig die Verantwortung übernommen hatte, soll auch diesmal nur übergangsweise einspringen. «Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Scholz bei unserem Spiel in Fürth auf der Bank sitzt, wir suchen aber eine externe Lösung», sagte Hübner.

dpa

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