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Hertha BSC will bessere «Außendarstellung»

Berlin - Zum Schluss wurde noch mal richtig gelacht im großen Berliner ICC, in dem es friedlich und freudig zuging wie bei kaum einer Mitgliederversammlung von Hertha BSC zuvor.

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«Einen Schlichter» solle man doch bitte einschalten in den Dauer-Konflikt zwischen Trainer Lucien Favre und Fan-Liebling Marko Pantelic, am besten eine «Super-Nanny», schlug eine schon etwas reifere Anhängerin des Hauptstadtclubs vor. Sie hat schon turbulentere Zeiten mit wüsten Beschimpfungen erlebt bei der einstigen Skandalnudel. Dieses Mal war es nur ein bisschen Kinderkram, der die Mitglieder leicht erregte - insofern passte das mit der «Nanny» (schlichtet in einem TV-Sender Konflikte zwischen Kindern und Eltern) zumindest ganz entfernt.

Hertha BSC

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Hertha BSC Berlin hat nach eigenen Angaben das Jahr mit einer sehr positiven Bilanz abgeschlossen.

Hertha sei nicht mehr im Umbruch, sondern mitten im Aufbruch, rief Manager Dieter Hoeneß den 774 Mitgliedern zu, die sich zur jährlichen Vollversammlung aufgerafft hatten. Immerhin 15 900 Fußball-Freunde tragen inzwischen den Hertha-Mitgliedsausweis in der Tasche - nach dem Wiederaufstieg vor einem Jahrzehnt waren es gerade einmal 2178. Fünf Millionen Euro Gewinn hat der Club aus dem Geschäftsjahr 2007/08 gemacht, vor allem weil Hertha die exzellente Jugendarbeit mit 18,6 Millionen Euro aus Tranfers bezahlt bekam. Derzeit kicken in den Talente-Teams 27 Nationalspieler, davon 17 deutsche.

Die Schulden sind dank der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Vermarkter Sportfive von 46,8 auf 29 Millionen Millionen Euro gesunken. Nur das öffentliche Bild von der Hertha würde noch nicht der positiven Entwicklung entsprechen, meinte Hoeneß: «Hertha gilt noch immer als der hochverschuldete Club, das sind wir längst nicht mehr.» Nicht nur in dieser Beziehung «müssen wir an unserer Außenwirkung arbeiten», hat der Manager erkannt.

Hoeneß will sich in den nächsten Monaten bis zu seinem Ausscheiden 2010 nun den «Feinarbeiten» widmen. Das Feld sieht «Mister Hertha» bestellt: «Das beste operative Ergebnis» aller Zeiten habe der Club erreicht, «den Charakter der Spieler haben wir verändert», der Verein sei «definitiv in der Spur, die wir vorgegeben haben». Das bisherige Abschneiden im UEFA-Cup, Platz 5 in der Bundesliga-Tabelle und vor allem der jüngste Sieg gegen Deutschlands Überflieger 1899 Hoffenheim haben in Berlin die Zuversicht genährt, dass Hertha - wie von Trainer Favre als Ziel formuliert - tatsächlich in der kommenden Saison um den Titel mitspielen kann. «Es ist klar seine Handschrift zu erkennen - und er macht die Spieler stärker», betonte Hoeneß.

Konkreteres über seinen «Feinschliff» wollte der Manager auch den Mitgliedern noch nicht verraten: «Wir werden die Mannschaft punktuell verstärken und die Leistungsträger halten.» Ob das auch auf Pantelic zutrifft, ist weiter offen. «Es ist auch wichtig, Jungs mit Ecken und Kanten zu haben», betonte Hoeneß zwar, sagte aber auch in Richtung des exzentrischen Serben: «Er muss seine Grenzen kennen.»

dpa

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