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Frankfurt unter Druck, Duisburg selbstbewusst

Duisburg - Cup-Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt kämpft ausgerechnet beim nationalen Rivalen FCR Duisburg um seine internationale Reputation und Vorherrschaft im europäischen Frauen-Vereinsfußball.

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Nach der unerwartet deftigen 1:3-Heimniederlage vor einer Woche kann dem langjährigen Branchenprimus im Viertelfinal- Rückspiel des UEFA-Pokals wohl nur ein kleines Wunder helfen, um das Halbfinale noch zu erreichen. «Eigentlich haben wir keine Chance mehr», gab FFC-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes vor dem deutsch-deutschen Europapokal-Duell zu, fügte aber kämpferisch an: «Doch die wollen wir nutzen.»

Verletzt

Foto: dpa Bild vergrößern

Die Duisburgerin Fatmire Bajramaj hat sich schwer verletzt.

Unter dem Motto «Jetzt erst recht» traten die nach wie vor verletzungsgeplagten Hessinnen die Reise ins Revier an. Zu verlieren hat der von Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz angeführte dreimalige UEFA-Cup-Gewinner (2002, 2006, 2008) nichts mehr. «Wenn es uns gelingt, über die gesamte Spielzeit mit unbändigem Siegeswillen die sich bietenden Chancen zu nutzen, können wir den Rückstand noch aufholen», betonte Trainer Günter Wegmann. Im Halbfinale wartet vermutlich der französische Meister Olympique Lyon.

Der FCR-Vorsitzender Guido Lutz hat eine regelrechte Euphorie vor dem ersten Europapokal-Heimspiel der Clubgeschichte ausgemacht. «Die Leute in Duisburg und im Umfeld haben realisiert, dass wir guten Fußball spielen und ein wichtiges Spiel ansteht», sagte Lutz der dpa. Er rechnet zwar nicht mit einem ausverkauften PCC-Stadion (5000 Plätze), aber etwas 2500 Fans werden erwartet.

Die Duisburgerinnen gehen selbstbewusst, aber nicht überheblich in die Partie. Vorsicht ist laut Abwehrchefin Annike Krahn geboten. «Ich habe oft genug gegen Frankfurt gespielt. Wir haben schon mal 1:6 zu Hause verloren. Ich glaube zwar nicht, dass das passiert. Aber wir sind auf jeden Fall gewarnt», sagte die 23-Jährige. Man wolle sich keinesfalls «hinten reinstellen». Krahn: «Das können wir gar nicht. Wir wollen nach vorne spielen. Wir wissen was wir können.»

Trainerin Martina Voss kann wieder auf Annemieke Kiesel bauen, die im Hinspiel einen Nasenbeinbruch erlitt, aber mit einer Maske auflaufen wird. Auch Simone Laudehr ist nach ihrer langwierigen Schulterverletzung wieder eine Woche weiter. Dafür aber musste Voss eine andere Hoffnung begraben. Fatmire Bajramaj, die sich nach einer Meniskus-Operation gerade wieder heran gekämpft hatte, knickte im Abschlusstraining um und zog sich nach erster Diagnose einen Bruch im Sprunggelenk zu. Der Fuß der 20 Jahre alten Nationalspielerin liegt bereits in Gips.

dpa

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