Freitag, 14. November 2008 / 15:17 Uhr
Nürnberg - Die tagelangen internen Querelen beim sportlich angeschlagenen Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg sind bei Trainer Michael Oenning auf Kritik gestoßen.
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«Wir hatten schon genug mit uns selbst zu tun», klagte der Coach vor dem schweren Auswärtsspiel bei Neuling FC Ingolstadt. Angesichts der sportlich wenig befriedigenden Situation seien die Turbulenzen wenig hilfreich gewesen. «Auch eine Mannschaft kann solche Dinge nicht ausblenden.»
Vor dem Derby in Ingolstadt wird die Verletztenliste bei den Franken möglicherweise noch länger: Angreifer Angelos Charisteas zog sich im Training eine Knöchelverletzung zu, die genaue Diagnose stand zunächst noch aus. «Wir haben im personellen Bereich eine angespannte Lage», erklärte Oenning, der nach der Rot-Sperre für José Goncalves und der Verletzung von Matthew Spiranovic vor allem in der Innenverteidigung wieder einmal improvisieren muss.
«Vielleicht haben die mich ja vergessen», bemerkte Oenning ironisch zu den jüngsten vereinsinternen Turbulenzen, bei denen fast die gesamte Führung in die Kritik geraten war. Die fränkischen «Chaos-Tage» waren durch Präsident Michael A. Roth ausgelöst worden, der vor allem Manager Martin Bader öffentlich hart kritisiert hatte. Erst bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend konnten die Querelen beigelegt werden. «Auf breiter Basis ist ein Konsens entstanden», erklärte Manager Bader nach der Sitzung. «Wir haben die Sachen so aufgearbeitet, dass wir vertrauensvoll weiterarbeiten können.»
dpa
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