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VfB-Veh spricht nach Null-Nummer von Krise

Stuttgart - Stümperhaft, statisch, stinklangweilig: Der einst so spielfreudige VfB Stuttgart ist nur noch ein Schatten seiner selbst und droht im Niemandsland der Tabelle zu verkümmern.

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Selbst gegen den Bundesliga-Vorletzten Arminia Bielefeld reichte es den erschreckend schwachen Schwaben nicht zum dringend benötigten Sieg. Armin Veh wirkte nach der hausbackenen und harmlosen Vorstellung beim 0:0 regelrecht ratlos. «Ich kann es mir nicht erklären, für mich ist das nicht nachvollziehbar», konstatierte der VfB-Trainer konsterniert und räumte ein: «Wenn man vier Spiele nicht gewinnt, dann kann man schon von einer Krise sprechen.»

Frust

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Der Stuttgarter Mario Gomez schlägt sich nach dem Spiel die Hände vor die Augen.

Beim grausamen Gegurke gegen die zudem stark ersatzgeschwächten Ostwestfalen beherrschten die Stuttgarter nicht einmal die Grundregeln des Fußball-Einmaleins. Veh und der nicht minder frustrierte Sportdirektor Horst Heldt waren sich in ihrer Analyse einig: Ohne Laufbereitschaft, klare Linie, Aggressivität und Drang zum Tor lässt sich selbst ein Durchschnittsteam wie Bielefeld nicht bezwingen. «Ich bin alles andere als zufrieden», schimpfte Heldt. «Man braucht eine Strategie und gute Standardsituationen.»

Der hoch ambitionierte VfB ist nach dem erneuten Rückschlag unsanft auf dem Boden der Realität gelandet. Statt mit Bayer Leverkusen, den Senkrechtstartern von 1899 Hoffenheim, Bayern München oder dem Hamburger SV um einen Spitzenplatz zu konkurrieren, dümpeln die Schwaben im unteren Mittelfeld herum. «Wir brauchen derzeit nicht nach den UEFA-Cup-Positionen zu schauen. Dafür bringen wir die Leistung nicht», wies Veh schonungslos auf die indiskutable Form hin. «Heute haben wir das schlechteste Spiel seit Wochen geboten.»

So selbstkritisch wie die VfB-Verantwortlichen waren die Kicker nicht. «Wir haben immer Probleme, wenn wir das Spiel machen müssen», versuchte sich der wie die meisten seiner Kollegen völlig indisponierte Schweizer Nationalverteidiger Ludovic Magnin zu rechtfertigen. Mario Gomez, der eine einzige Chance hatte, schob die Schuld für die klägliche Null-Nummer auch dem Kontrahenten in die Schuhe: «Man kann keine Tore schießen, wenn der Gegner mit Mann und Maus hinten drin steht.»

Dabei versteckte sich Bielefeld keineswegs nur und hätte bei etwas mehr Glück durchaus den ersten Auswärtssieg feiern können. «Wenn wir nicht die drei Hundertprozentigen vergeben, wäre mehr drin gewesen», sagte Trainer Michael Frontzeck und verteilte ein «Kompliment an meine Mannschaft für die beste Auswärtsleistung». Gegen Spitzenreiter Leverkusen wolle man am Samstag «so weitermachen».

VfB-Keeper Jens Lehmann hatte mit einem haarsträubenden Abwurf direkt vor die Füße von Christopher Katongo den Arminen das 1:0 praktisch auf dem Tablett serviert (51. Minute). «Ich bin froh, dass ich den Ball noch erwischt habe», sagte er nach dem Schlusspfiff kleinlaut. Heldt hatte bei seiner harschen Kritik nicht nur diese Szene im Kopf: «Wir mussten aufpassen, dass wir nicht noch ein Tor bekommen - sonst wären wir die Volldeppen gewesen.»

dpa

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