Donnerstag, 20. November 2008 / 15:18 Uhr
Rostock - Der ehemalige Nationalspieler Dieter Eilts ist Trainer-Kandidat Nummer eins beim Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock.
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«Er würde perfekt in unser Anforderungsprofil passen», sagte Rostocks Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Noch sind die Verhandlungen aber nicht abgeschlossen.» Eilts war vor einer Woche als U21-Nationalcoach abgelöst worden. «Herr Eilts war zu Gesprächen bei uns», bestätigte Hansa-Manager Herbert Maronn. Bundesliga-Absteiger Rostock hatte nach der sportlichen Talfahrt reagiert und in der vergangenen Woche den bisherigen Cheftrainer Frank Pagelsdorf beurlaubt.
Für Verwirrung sorgte zunächst eine Aussage des Hansa-Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Klinkmann. «Es ist alles in Sack und Tüten», sagte Klinkmann dem Internet-Portal «kicker.de». Dem widersprach wenig später der Pressesprecher der Rostocker, Axel Schulz. «Ich kann noch keinen Vollzug melden. Es ist nicht richtig, dass schon ein Vertrag unterschrieben ist», erklärte Schulz der dpa.
Noch scheitert die Verpflichtung von Eilts unter anderem an seinem Engagement beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Dieser muss den Vertrag mit Eilts erst in beiderseitigem Einvernehmen aufheben. «Machbar wäre das sicherlich», wird Eilts in mehreren Rostocker Zeitungen zitiert. Nach der Entlassung von Pagelsdorf hatte Maronn erklärt, dass der neue Trainer das Jugend-Konzept des ostdeutschen Traditionsvereins mittragen soll.
Eilts, der für Werder Bremen 390 Bundesliga-Spiele bestritt, zwei Mal deutscher Meister, ein Mal Europapokalsieger und dreimal DFB- Pokalsieger wurde, galt in seiner aktiven Zeit als Kämpfer im Mittelfeld. Beim Gewinn der Europameisterschaft 1996 in England war er einer der wichtigsten Spieler in der Nationalmannschaft.
Ob der 43-Jährige bereits auf der Rostocker Bank beim Heimspiel gegen den TSV 1860 München sitzt, ist noch unklar. Nach Pagelsdorfs Entlassung übernahm zunächst Interimstrainer Juri Schlünz den Bundesliga-Absteiger und kassierte im ersten Spiel unter seiner Führung eine 0:6-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern. Rostock steht nach dem 13. Spieltag auf dem 14. Tabellenplatz und hat nur zwei Zähler Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.
dpa
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