Freitag, 21. November 2008 / 12:21 Uhr
Turin - Wird Italiens Nationaltorwart Gianluigi Buffon der teuerste Fußballer der Welt? Manchester City könnte mit einer Gesamtinvestition von 150 Millionen Euro für den Keeper von Juventus Turin alle Rekorde brechen.
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Der englische Premier-League-Club biete eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro und dem besten Torhüter der Welt weitere 75 Millionen Euro Spielergage in den nächsten fünf Jahren, berichtete die «La Gazzetta dello Sport». Dies würde dem 30-Jährigen in Zukunft eine Jahresgage von 15 Millionen Euro bescheren. Noch einmal drei Millionen Euro mehr als der derzeit bestverdienende Fußballer der Welt, Zlatan Ibrahimovic von Inter Mailand, kassiert. Nicht nur das Jahressalär würde alle Rekorde brechen, auch die Ablösesumme erscheint exorbitant. Nur für Zinedine Zidane blätterte Real Madrid 2001 eine derart gigantische Summe hin. Auch damals machte Italiens Rekordmeister Juventus Turin groß Kasse.
«Das ist ein Riesenangebot», titelte die «La Gazzetta dello Sport». Schon zur Rückrunde wolle Manchester City Italiens Weltmeistertorwart von 2006 auf die Insel holen. Dabei ist «Gigi» Buffon in Turin eigentlich nicht wegzudenken. Zusammen mit Teamkapitän Alessandro Del Piero hatte er Juve die Treue gehalten, als der Club wegen der Machenschaften seines Ex-Managers Luciano Moggi 2006 im Liga-Manipulationsskandal zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde. Mit seinen Paraden brachte Buffon Juve zurück in die Serie A und auf Anhieb wieder in die Champions League.
«Sollte einer 100 Millionen bieten, würde ich zum Club gehen und um meinen Verkauf bitten. Mit diesem Geld könnte man drei Stars kaufen», hatte Buffon noch vergangenen Montag gesagt. Was damals als Plauderei unterging, erscheint nun wie die geschickte Rechtfertigung für seinen Abschied. Zumal Buffon noch betont hatte: Wenn er Juve verlasse, dann nur ins Ausland.
Für Juve, das im März mit dem Bau seines 105 Millionen teuren Stadions beginnt, käme der Geldsegen gerade recht. Selbst Italiens Rekordmeister schwimmt nicht mehr im Geld, wie zu Zeiten Giovanni Agnellis. Ganz anders Manchester City. Seitdem Scheich Mansour bin Zayed den Club gekauft hat, scheint Geld trotz der internationalen Finanzkrise keine Rolle mehr zu spielen.
Obwohl Buffon seit zwei Monaten an einer Muskelverletzung im Oberschenkel laboriert, war er in den letzten Wochen schon mehrfach als möglicher Ersatz für den aktuellen Keeper Joe Hart in England im Gespräch. Der nahm es locker: «Ich mache einfach meinen Job weiter und warte ab, was passiert».
Sollte Buffon, der sich mit seiner Frau Alena Seredova und Söhnchen Thomas in Turin bislang sehr wohl gefühlt hat, tatsächlich nach Manchester wechseln, hätte Juve bereits einen Wunschnachfolger im Auge: Samir Handanovic. Der 24-jährige slowenische Nationaltorwart brilliert in der Serie A immer wieder bei Udinese Calcio. «Er gilt seit langem schon als designierter Buffon-Erbe», meint die «La Gazzetta dello Sport». 18 Millionen soll die Ablösesumme für ihn betragen; ein Klacks im Gegensatz zu den 75 Millionen für Buffon.
dpa
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