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Kein «großer Knall» bei Neururer-Debüt in Duisburg

Duisburg - Die Erwartungen waren gewaltig, doch nach der ersten Arbeitsprobe von Trainer Peter Neururer erntete der MSV Duisburg wieder einmal nur Pfiffe.

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«Meine Mannschaft hat für ihre Situation nachvollziehbare Versagensängste gezeigt, die nur durch Erfolgserlebnisse abgebaut werden können», sagte Neururer, dessen Fußball-Team bei seinem Debüt auf der MSV-Trainerbank nicht über ein enttäuschendes 0:0 gegen Zweitliga-Schlusslicht FSV Frankfurt hinaus gekommen war. Die erhofften Impulse, die der 53 Jahre alte Fußballlehrer setzen sollte, blieben aus.

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Peter Neururer hat noch keinen Durchbruch sehen können..

Nach einer Negativserie von nunmehr sechs sieglosen Spielen ist der angepeilte Aufstieg in die Bundesliga in weite Ferne gerückt. Abgesehen von wenigen druckvollen Szenen spielte der MSV auch ohne Neururers vor zwei Wochen beurlaubten Vorgänger Rudi Bommer uninspiriert und verunsichert. «Die Mannschaft ist in einem guten körperlichen Zustand und hat einen großen Willen. Es fehlt lediglich ein spektakulärer Sieg, der die Blockade löst», sagte Neururer. Mit vielen Einzelgesprächen und flotten Sprüchen hatte er bei seinen ersten Übungseinheiten seit dem vergangenen Montag vergeblich versucht, den Profis Selbstvertrauen zu vermitteln.

Zudem vertraute Neururer dem bei den Fans umstrittenen und zuletzt von Bommer nicht mehr berücksichtigten Tom Starke die Torwartposition an. Schon vor dem Anpfiff gab es von den Rängen Unmutsbekundungen gegen den von harmlosen Frankfurtern nicht geprüften Starke. Davon will sich der Trainer aber ebenso wenig beeindrucken lassen wie von den Pfiffen nach der Partie. «Wir arbeiten konsequent weiter, das ist alles eine Sache der Psyche. Irgendwann wird es den großen Knall geben», verkündete Neururer. «Wir haben viel Qualität im Kader, der Trainer muss nur unsere Blockade lösen», sagte Kapitän Ivica Grlic.

Vereinspräsident Walter Hellmich, der Neururer zunächst nur mit einem Vertrag bis Saisonende ausstattete, ist trotz des erneuten Dämpfers überzeugt, dass sich der Erfolg bald einstellt. «Wir sind ein volksnaher Club, und Neururer ist ein Junge zum Anfassen, das passt», sagte Hellmich. In den drei noch ausstehenden Partien bis zur Winterpause - gegen RW Oberhausen, 1. FC Kaiserslautern und VfL Osnabrück - sollen möglichst viele Punkte gesammelt werden. «Wir dürfen keine Perspektivlosigkeit aufkommen lassen, sondern müssen an den oberen Plätzen dranbleiben», forderte Neururer.

Im Januar will sich der Coach von mindestens sechs Spielern aus seinem 31 Mann starken Kader trennen. Womöglich muss er dann auch das Saisonziel neu definieren, denn der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist momentan geringer als zur Tabellenspitze. «Viele Vereine sind schon zu spät aufgewacht und fanden sich plötzlich in ganz anderen Regionen wieder», sagte Neururer nach dem ersten Spiel auf seiner insgesamt 15. Trainerstation.

dpa

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