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Stillstand an der Spitze in England

London - Nach einer vergebene Großchance von Michael Ballack, drei torlosen Unentschieden, einer 0:3-Pleite für Arsenal herrschte am tristen «Patt-Samstag» Stillstand an der Spitze der Fußball-Premier-League.

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Parallel zum Wintereinbruch in England ist bei den «Gunners», die auf Rang fünf abrutschten, nun Krisenstimmung angesagt. Der spät eingewechselte DFB-Kapitän hatte für den FC Chelsea gegen Newcastle United in der Schlussminute den Siegtreffer auf dem Fuß. Das 0:0 rettete dem den Londonern aber immerhin die Tabellenführung, weil sich der punktgleiche Verfolger FC Liverpool gegen den FC Fulham seinerseits eine «Nullnummer» leistete. Nicht profitieren konnte auch Meister Manchester United, der bei Aston Villa ebenfalls nur 0:0 spielte, während der FC Arsenal mit einem deftigen 0:3 bei Manchester City die zweite Pleite in Folge erlebte.

Kapitän

Foto: dpa Bild vergrößern

Arsenals William Gallas hatte seine Mitspieler kritisiert.

«Es war ein frustrierender Tag für uns», gab Chelsea-Trainer Luiz Felipe Scolari zu, der Ballack bis zur 82. Minute auf der Bank ließ, sich aber schon unter der Woche für eine Vertragsverlängerung mit dem 32-Jährigen ausgesprochen hatte. «Der Verein wird mit ihm im Januar reden», so Scolari, während der portugiesische Mittelfeldstar Deco Ballacks Rückkehr vor dem Match gegen Newcastle geradezu herbeigesehnt hatte: «Es ist gut für uns, Bally wieder zu haben. Er ist ein großartiger, großartiger Spieler.» Doch Ballacks zweiter Kurzauftritt nach seiner Fußoperation konnte das Match nicht entscheiden. Mit dem dritten Unentschieden der Saison und einer Niederlage ließen Ballacks sonst ungemein heimstarke «Blues» zu Hause schon neun Punkte liegen.

Die Verfolger nutzten Chelseas Schwäche nicht. Liverpool, das ohne Kapitän Steven Gerrard, aber erstmals wieder mit Torjäger Fernando Torres antrat, blieb gegen Fulham blass. Auch Meister Manchester United, der «Lieblingsgegner» Aston Villa in den vergangen Jahren elf Mal in Serie schlug, konnte gegen die Gastgeber nichts ausrichten.

Mit Treffern von Stephen Ireland (45.+1 Minute), Robinho (56.) und Daniel Sturrigde (90.+1/Foulelfmeter) schoss derweil Manchester City Arsenal tiefer in die Krise. «Gunners»-Trainer Arsène Wenger hatte vor dem Spiel Kapitän William Gallas nach wiederholter, öffentlicher Kritik an den Mitspielern aus dem Kader gestrichen und des Amtes enthoben. Am Samstag trug Jens Lehmanns Nachfolger, Torwart Manuel Almunia, die Kapitänsbinde. «Arrogante Weichlinge - vielleicht hat Gallas Recht», schimpfte die Boulevardzeitung «News of the World».

Nach Informationen der «Sunday Times» fordert Wenger eine Entschuldigung von Gallas. Ansonsten würde der Club damit beginnen, einen anderen Verein für den französischen Nationalverteidiger zu suchen, der schon vergangene Saison negativ auffiel. «Natürlich hat er eine Zukunft bei uns, aber je weniger wir darüber reden, desto besser», sagte Wenger, «wir können doch wohl den Kapitän wechseln, ohne daraus eine Staatsaffäre zu machen.»

dpa

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