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Kampf um Kuranyi - Stürmer vertröstet Schalke

Gelsenkirchen - An Kevin Kuranyi scheiden sich weiterhin die Geister. Und ausgerechnet vor dem UEFA-Cup-Heimspiel gegen Manchester City sorgen Diskussionen um die Zukunft des umstrittenen Stürmers beim FC Schalke 04 für neue Unruhe.

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Dabei steht für den 26-Jährigen, der beim Fußball-Bundesligisten einen Kontrakt bis 2010 hat, das Thema Vertragsverlängerung zurzeit gar nicht oben auf der Tagesordnung. «Wir haben im Moment wichtigere Dinge im Kopf. Es steht ein schweres Spiel an, das wir gewinnen wollen», sagte Kuranyi vor der Partie gegen den mit vielen Stars gespickten Tabellen-Elften der englischen Premier League.

Offen

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Schalke-Trainer Rutten weiß nicht, ob er in der kommenden Saison auf Kuranyi bauen kann.

«Ich werde erst im nächsten Sommer entscheiden, ob ich bleibe oder gehe», sagte Kuranyi. Zuvor will er die Saison in Ruhe zu Ende spielen und mit Schalke größtmögliche Erfolge feiern. «Danach werde ich mir im Urlaub Gedanken über meine Zukunft machen.» Trotz aller Kritik von Außen betonen Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten seit Wochen, dass sie langfristig mit Kuranyi planen. «Wir lassen uns von den Pfiffen nicht beirren und wollen den Vertrag mit Kevin über 2010 hinaus vorzeitig verlängern», kündigte Müller an, für den die sportlichen Aufgaben bis zur Winterpause Priorität haben.

Erste Gespräche mit Kuranyis Berater Roger Wittmann sind geführt. Doch ausgerechnet Wittmann streute via «Bild»-Zeitung nun erhebliche Bedenken, ob sein Schützling beim Revierclub noch gut aufgehoben sei. «Ich weiß nicht, ob man Kevin raten soll, auf Schalke zu bleiben. Er ist seit Jahren der erfolgreichste Torjäger. Trotzdem wird er von einer Ecke ständig ausgepfiffen und angepöbelt. Wenn Kevin mich heute fragen würde, was das Beste ist, würde ich ihm antworten: Geh von Schalke weg und werde woanders Torjäger.» Die Reaktion von Kuranyi, dessen Vertrag mit Wittmann angeblich bis Oktober 2009 läuft und der zudem mit Ex-Nationalspieler Karlheinz Förster zusammenarbeitet, ließ nicht lange auf sich warten. «Das entscheidet nicht Herr Wittmann.»

Seit seiner aufsehenerregenden Flucht aus der DFB-Elf beim Länderspiel gegen Russland und der Ausbootung durch Bundestrainer Joachim Löw sorgt der 52-malige Nationalspieler immer wieder für Schlagzeilen. Nach zwischenzeitlich starken Leistungen flammte die Kritik zuletzt nach durchwachsenen Auftritten und ausgelassenen Großchancen in Leverkusen und gegen Mönchengladbach neu auf. «Dass Kevin polarisiert, ist keine Frage. Er steht ständig im Mittelpunkt. Ich denke, dass es ihm manchmal wirklich schwer fällt, die eigene Situation zu begreifen», sagte Müller im Interview mit der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung».

Trotz allem sind Rutten und Müller restlos von Kuranyis Qualitäten überzeugt. «Er hat in jeder Saison die meisten Tore für uns gemacht und muss nach jedem Fehlversuch mit heftigster Kritik leben. Das geht ihm natürlich unter die Haut, auch er hat Gefühle und Emotionen», so Müller. Kuranyi hänge sich in jedem Training voll rein, arbeite akribisch an seinen Schwächen. Man wolle daher «alles tun, um ihn von einer Zukunft auf Schalke zu überzeugen. Er hat unser Vertrauen».

Gegen die vom ehemaligen Bayern-Profi Mark Hughes trainierte Millionen-Elf aus Manchester, die ohne den am Knöchel verletzten brasilianischen Weltklasse-Stürmer Robinho anreiste, steht Kuranyi erneut auf dem Prüfstand. Mit einem Sieg gegen die «Citizens», bei denen Dietmar Hamann auf einen Einsatz von Beginn an hofft, kann Tabellenführer Schalke (4 Punkte) den Einzug in die Runde der letzten 32 Teams schon vor dem letzten Gruppenspiel bei Twente Enschede (3. Dezember) perfekt machen. Der klare 3:0-Sieg der in der Offensive überragenden, aber defensiv anfälligen «Blues» am Samstag gegen Arsenal London kann Halil Altintop nicht schocken: «Wir wollen drei Punkte. Die sollen sich nach uns richten, nicht wir nach denen.»

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Schalke 04: Neuer - Rafinha, Westermann, Bordon, Pander - Jones, Engelaar - Rakitic - Farfán, Kuranyi, Altintop

Manchester City: Hart - Onuoha, Richards, Dunne, Garrido - Kompany, Hamann - Wright-Phillips, Ireland, Vassell - Mwaruwari

Schiedsrichter: Tudor (Rumänien)

dpa

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