Mittwoch, 26. November 2008 / 14:19 Uhr
Wolfsburg - Trotz Auswärtsfluch und Grafités Fehlen: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg will im ersten Auswärtsspiel der UEFA-Cup-Gruppenphase an diesem Donnerstagabend auch den zweiten Schritt auf dem Weg in die K.o.-Runde meistern.
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«Braga ist ebenso wie zuvor der SC Heerenveen ein Gegner, mit dem wir uns messen können. Das Spiel wird unsere Mannschaft weiter voranbringen», sagte Trainer Felix Magath vor dem Gastspiel des Bundesliga-Achten beim Tabellen-Siebten der portugiesischen Liga Sagres.
Das Selbstbewusstsein ist durch die ersten drei UEFA-Cup-Spiele nach achtjähriger Europacup-Abstinenz enorm gewachsen - vor allem durch das 5:1-Festival zum Gruppenauftakt gegen den SC Heerenveen. Dieses Erfolgserlebnis nehmen die «Wölfe» mit in das malerisch gelegene, 30 000 Zuschauer fassende Estádio Municipal de Braga, das zu den architektonisch schönsten Stadien Europas zählt.
Der VfL hat aber auch Sorgen. Und die haben Anfang der Woche mit dem dramatischen Trainingsunfall von Sturmführer Grafité eine neue Dimension bekommen. Der Brasilianer verlor bei dem Zusammenprall mit Sascha Riether kurzzeitig das Bewusstsein und musste mit einer schweren Kopfverletzung ins Wolfsburger Klinikum eingeliefert werden. Inzwischen durfte der Torjäger die Klinik aber wieder verlassen.
Braga kommt für Grafité, der in dieser Saison schon elf Mal in der Bundesliga und drei Mal im Europacup getroffen hat, allerdings viel zu früh. Das weiß auch Riether und ist trotzdem froh. «Sportlich ist sein Fehlen ein herber Verlust. Aber für seine Gesundheit ist es gut, wenn er nicht spielt», meinte der Rechtsverteidiger, der ein Eckpfeiler in Magaths Konzept ist und sich auf seiner Position nicht vom im Sommer für sieben Millionen Euro gekauften Weltmeister Cristian Zaccardo hat verdrängen lassen.
Wer zu später Stunde in Braga in die Rolle von Grafité schlüpfen könnte, ist offen. Denkbar erscheint eine etwas weniger offensiv ausgerichtete Elf als gewohnt, in der U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah als hängende Spitze neben Stoßstürmer Edin Dzeko agiert. Das wäre vielleicht sogar von Vorteil, um den Portugiesen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Das kann aber ins Auge gehen - wie schon so oft in dieser Saison, in der die «Wölfe» in der Liga auswärts noch nicht gewonnen haben. «Wir dürfen uns nicht weit hinten reindrängen lassen. Das ist nicht unser Spiel», forderte Regisseur Zvejzdan Misimovic vor dem Duell, das die Niedersachsen bei einem Punktgewinn einen erheblichen Schritt weiterbringen würde. Ein Sieg würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon den Einzug in die Runde der besten 32 bedeuten. Aber auch die Gastgeber gehen nach dem 3:0 gegen den FC Portsmouth im ersten UEFA-Cup-Gruppenspiel mit breiter Brust in das Duell.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
SC Braga: Eduardo - Frechaut, Moisés, Rodriguez, Evaldo - Vandinho, Alan, Matheus, Luis Aguiar - Renteria, Albert Meyong
VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer - Josué - Hasebe, Gentner - Misimovic - Dejagah, Dzeko
Schiedsrichter: Anton Genow (Bulgarien)
dpa
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