Samstag, 29. November 2008 / 12:20 Uhr
Berlin - Also doch wieder Marko Pantelic: Nach zuletzt heftigen vereinsinternen Querelen und der Verbannung auf die Ersatzbank wurde der Torjäger beim 2:1-Erfolg von Hertha BSC über den 1. FC Köln wieder einmal zum Matchwinner.
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Mit seinem entscheidenden Treffer kurz vor Schluss bescherte der Serbe den Hauptstädtern den vierten Sieg in Serie und damit den Sprung unter die Top 3 der Fußball-Bundesliga. Selbst Trainer Lucien Favre, der Fragen zu seinem oft launischen Stürmer zuletzt kategorisch abwiegelte, sagte: «Das Tor tut Marko Pantelic gut.»
«Marko hat gezeigt, dass er den Torriecher noch hat», betonte Kapitän Arne Friedrich und auch Mittelfeldspieler Pal Dardai lobte «das Klasse-Tor» des Stürmers. Pantelic, der wie bereits in Bochum erst in der Schlussphase in die Partie kam, gab die Glückwünsche an das gesamte Team weiter: «Die Mannschaft hat verdient gewonnen. Sie hat in jedem Spiel bislang geackert und gekämpft. Vielleicht haben wir gerade ein bisschen Glück, aber dieses Glück musst du dir verdienen.»
Nach Gojko Kacars Führungstreffer in der 24. Minute und dem verdienten Kölner Ausgleich durch Milivoje Novakovic unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sah es in einer ausgeglichenen Partie lange nach einer Punkteteilung aus. «Das war ein sehr schwerer Sieg gegen eine gute Mannschaft. Ich bin mit den drei Punkten sehr zufrieden», sagte Favre, der mit den Einwechslungen von Pantelic und Patrick Ebert ein überaus glückliches Händchen bewies. Manager Dieter Hoeneß sprach von einem «verdienten Sieg gegen einen erwartet schweren Gegner».
Vor allzu hohen Erwartungen warnt Hoeneß aber weiterhin eindringlich: «Wir gewinnen momentan oft auch knapp, das muss man ganz klar sagen. Wir haben zwar einen Lauf, aber wissen sehr wohl, dass die Konkurrenz zurückkommen wird.» Weiterhin sei ein Platz im UEFA-Cup das Ziel für die laufende Saison. Kapitän Friedrich betonte: «Das Thema Champions League ist tabu.»
Auf Seiten der Gäste aus Köln war die Ernüchterung nach dem späten Rückschlag und der dritten Pleite in Folge groß. Ein sichtlich enttäuschter Trainer Christoph Daum beschränkte sich nach dem Spiel auf einen kurzen Kommentar: «Wir waren heute nicht energisch genug und das hat den Unterschied ausgemacht.» In seinem insgesamt 400. Bundesligaspiel auf der Trainerbank sah Daum zwar eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, die jedoch im Abschluss die nötige Cleverness vermissen ließ.
«Diese Niederlage war wieder einmal völlig unnötig», sagte FC- Manager Michael Meier. «Das ärgert und wurmt einen wahnsinnig.» Nun hofft Meier auf eine Reaktion des Teams, um die angestrebte Punktausbeute «20 plus» bis zur Winterpause noch zu erreichen. «Das einzig Positive ist, dass wir nun noch mehr Druck haben.»
dpa
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