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Werder-Gala mit Aufbaugegner Frankfurt

Bremen - Ein Fußballfest mit reichlich Toren soll das Signal für eine Aufholjagd sein. «Wir wollen jetzt bis zur Winterpause jedes Spiel gewinnen», kündigte Werder Bremens Dreifach-Torschütze Claudio Pizarro nach dem glanzvollen 5:0 (0:0) gegen die überforderte Frankfurter Eintracht an.

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Mit einem Zwischenspurt will der deutsche Vizemeister endlich wieder Anschluss an die Bundesliga-Spitze finden. Der geschlagene Eintracht-Coach Friedhelm Funkel ist sich sicher, dass Werder das gelingt: «Auf Dauer werden sich die Bremer wieder ganz vorne festsetzen.» Für Ärger in der Hansestadt sorgten noch rund 200 aggressive Eintracht-Fans, von denen die Polizei 130 aus Sicherheitsgründen in Gewahrsam nahm.

Leichtes Spiel

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Bremer Diego erzielte gegen Eintracht Frankfurt drei Tore.

Ob die Gala drei Tage nach dem frustrierenden Champions-League-Aus bei Famagusta auf Zypern tatsächlich der Wendepunkt war oder wieder nur ein Strohfeuer wie das ähnlich überzeugende 5:1 gegen Hertha BSC vor vier Wochen, wussten die Bremer selber nicht so genau. «Bei Werder scheinen solche Schwankungen ganz normal», mahnte Matchwinner Pizarro: «Wieder fünf Tore, aber wir haben schon so oft dann das nächste Spiel verloren. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen.»

Tatsächlich hat es in dieser Saison schon zu viele Rückschläge gegeben, als dass Euphorie nach dem höchsten Saisonsieg ausbrach. «Die Vorzeichen sind jetzt besser, ich bin da zuversichtlich», sagte Manager Klaus Allofs: «Wir wollen noch punkten und uns eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde schaffen. Hoffentlich sind wir dann soweit, dass wir sagen können, dass es das Schlimmste ist, wenn die Winterpause beginnt.» Trainer Thomas Schaaf mahnte an: «Wir brauchen erstmal ein paar Spiele, in denen wir konstanter sind, damit es im Umfeld ruhiger wird.»

Es sei zu sehen gewesen, «dass die Form der einzelnen Spieler besser werde», lobte Allofs. Außer für den Dreifach-Torschützen Pizarro galt dies besonders für Torsten Frings. Der lange mit Formproblemen kämpfende Nationalspieler krönte seine ansteigende Form mit der bisher besten Saisonleistung, empfahl sich wieder für Bundestrainer Joachim Löw und demonstrierte, wie wichtig seine Dynamik für das Bremer Spiel ist.

Offensichtlich war aber auch, dass die Frankfurter der passende Aufbaugegner für die Bremer waren. Mit mehr oder weniger großem Abstand schauten die Eintracht-Profis respektvoll zu, wie Pizzaro seine Saisontore acht bis zehn (11., 20., 62.) machte, Diego (44.) einen Foulelfmeter verwandelte und Aaron Hunt (75.) den Schlusspunkt setzte.

«Ich habe in meiner Karriere ganz selten eine Mannschaft erlebt, die mit so wenig Gegenwehr aufgetreten ist. Das war echt desolat», klagte Torwart Markus Pröll: «Wenn man immer zwei Meter vom Mann steht und nur zuschaut, dann tut das schon weh.» Es war bezeichnend für die Frankfurter Leistung, dass der Ersatzmann von Stammtorwart Oka Nikolov Schlimmeres verhinderte und am ehesten gehobenen Ansprüchen genügte.

Eintracht-Trainer Funkel nahm die deftige Niederlage vergleichsweise gelassen und setzt auf Spiele gegen «Mannschaften auf Augenhöhe». Gleichwohl kritisierte er: «Wir haben es den Bremern zu leicht gemacht.» Über das 0:5 wolle er nur kurz sprechen, kündigte der Coach an: «Von nun an konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen Bochum

dpa

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