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Gereifte Mainzer verschaffen sich Luft

Frankfurt/Main - Die dritte Steilvorlage der patzenden Konkurrenz ließ der FSV Mainz 05 nicht ungenutzt. Vor vor der Partie gegen «Angstgegner» SpVgg Greuther Fürth konnte sich der Tabellenführer mit dem 4:1 (1:0) beim Schlusslicht FSV Frankfurt ein kleines Polster zulegen.

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Vier Punkte Vorsprung auf Kaiserslautern und Freiburg machen selbstbewusst. «Jetzt wollen wir unseren Platz bis zur Winterpause nicht mehr abgeben», sagte Manager Christian Heidel kämpferisch.

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Die Mainzer Spieler jubeln. In der Partie gegen FSV Frankfurt siegen sie klar mit 4:1.

Das «Fürth-Trauma» ist in und um Mainz spürbar. Mehr als acht Jahre warten die 05er auf einen Punktspiel-Erfolg gegen die Franken. Glaubt man Markus Feulner, so spielt die Negativserie im Team keine Rolle. «Wir sind eine kompakte Mannschaft, wir können Tore schießen, wir sind Favorit», erklärte der Mittelfeldspieler, der nach der fünften Gelben Karte nichts zur Wende beitragen kann. Unberührt vom Trauma ist auch Trainer Jörn Andersen. «Ich habe gute Erinnerungen an Fürth. Gegen diese Mannschaft mal wieder einen Heimsieg einzufahren, ist doch doppelt schön», meinte der überaus erfolgreiche Norweger.

Die Mainzer treten vor allem auswärts (19 Punkte) wie ein Titelanwärter auf. Unterkühlt, gereift und dominant wurden dem Tabellenletzten nach Treffern von Dennis Hillebrand (4./Eigentor), Srdjan Baljak (47.), Tim Hoogland (50.) und Feulner (73.) die Grenzen aufgezeigt. «Unsere Dominanz war schon überraschend. Kein Schlendrian», meinte Heidel zufrieden. «Wir haben nie die Kontrolle abgegeben», pflichtete ihm Präsident Harald Strutz bei. Im Bruchwegstadion sieht die Bilanz (12 Punkte) dagegen nicht so prickelnd aus. «Deshalb wollen wir mal wieder ein gutes Heimspiel», erklärte Andersen.

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Hochgefühle am Rhein, Tristesse am Main: Die Frankfurter gehen nach der achten Saisonniederlage und nur neun Punkten schnurstracks dem Abstieg entgegen. «Wir waren nur ein Sparringspartner», sagte der immer noch fest im Sattel sitzende Teamchef Tomas Oral resignierend und sprach seiner Mannschaft zumindest in dieser Partie die Zweitliga-Tauglichkeit ab. Auch Youssef Mokthari, Torschütze zum 1:4 nach 85 Minuten, war sichtlich bedient: «Wenn man sich so anstellt wie wir, dann hat man in der 2. Liga nichts zu suchen.»

«Es war teilweise peinlich, wie wir uns haben vorführen lassen», fand auch Manager Bernd Reisig kein gutes Wort. Die Nicht- Abstiegsplätze geraten bei fünf Punkten Abstand fast schon außer Sichtweite. «Aber wir verlieren nicht die Nerven», meinte Oral, der im Duell der Neulinge beim FC Ingolstadt einen anderen FSV Frankfurt präsentieren will.

dpa

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