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Streit in Herthas Chefetage

Berlin - Die Debatte um die berufliche Zukunft von Manager Dieter Hoeneß hat einen heftigen Streit in der Chefetage des Berliner Fußball-Bundesligisten ausgelöst.

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Nachdem sich Aufsichtsrats-Chef und Vereins-Präsident schon irritiert über Äußerungen von Hoeneß gezeigt hatten, nach denen der Manager ein Comeback bei Hertha nach 2010 nicht ausschloss, kritisierte Präsident Werner Gegenbauer laut eines Berichts der «Berliner Morgenpost online» die Selbstdarstellung von Hoeneß. «Der Manager hatte die Chance, öffentlich den Aufschwung von Hertha darzustellen. Aber er hat Dieter-Hoeneß-Festspiele daraus gemacht», wird Gegenbauer zitiert. Da dürfe er sich nicht über eine öffentliche Antwort wundern.

Hertha-Präsident

Foto: dpa Bild vergrößern

Werner Gegenbauer kritisiert Hertha-Manager Hoeneß.

Hoeneß hat für die heftige Reaktion seines Präsidenten, mit denen er auch privat freundschaftlich verbunden ist, keine Erklärung. «Ich möchte das offiziell nicht kommentieren», sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er habe mit Gegenbauer über das Thema am Tag vor dem UEFA-Cup-Spiel gegen Galatasaray Istanbul auch nicht gesprochen. Zuvor hatte der Vereinschef bereits überraschend die jüngsten Auftritte des Managers kommentiert: «Dass, wenn Hertha erfolgreich ist, manchem das Wort 'wir' schwerer über die Lippen kommt, als das Wort 'ich', darüber schmunzeln wir. Daran wird sich in den verbleibenden anderthalb Jahren auch nichts mehr ändern.» Im Sommer 2010 läuft der Vertrag von Hoeneß als Vorsitzender der Geschäftsführung der Hertha KG auf Aktien aus.

Für die Zeit danach hatte Hoeneß eine «Auszeit» von mindestens einem halben Jahr angekündigt, sich aber alle Optionen für eine neue berufliche Orientierung offen gelassen. «Es ist doch ein Wahnsinn, ich werde Mitte 2010 ein freier Mann sein und soll jetzt schon Dinge ausschließen, die ich dann nicht mehr tun werde.» Ein Zusammenhang mit einem möglichen Comeback bei Hertha sei konstruiert worden. Er habe in den jüngsten Medien-Auftritten lediglich Fragen zu seiner Zukunft beantwortet. «Dabei habe ich gesagt: Es bleibt dabei, dass ich am 30. Juni 2010 aufhöre», betonte Hoeneß.

dpa

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