Montag, 8. Dezember 2008 / 11:58 Uhr
Madrid - Der Fußball droht beim Champions-League-Spiel Olympique Marseille gegen Atlético Madrid zur Nebensache zu werden.
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Die Partie wird von Morddrohungen überschattet, die radikale französische Fans nach der Verurteilung eines Olympique-Anhängers durch ein Madrider Gericht an die Spanier gerichtet hatten. Atlético riet seinen Fans dringend davon ab, zu dem Spiel nach Marseille zu reisen.
Die Madrider Spieler werden sich aus Sicherheitsgründen erst wenige Stunden vor dem Anpfiff auf den Weg in die französische Hafenstadt machen. Die hochbrisante Partie wird vom Bundesligaschiedsrichter Wolfgang Stark geleitet werden. Ein Gericht in der spanischen Hauptstadt hatte in der vorigen Woche einen Olympique-Anhänger zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil der Franzose bei Ausschreitungen im Hinrundenspiel einen Polizisten angegriffen und verletzt hatte.
«Warum nur hat die spanische Justiz dieses Urteil vor dem Rückrundenspiel beider Team gesprochen und nicht ein paar Tage gewartet?», fragte sich Olympiques Clubchef Pape Diouf. «Das Urteil entfacht die Wut unserer Anhänger aufs Neue.» Marseilles Trainer Eric Gerets sagte nach spanischen Presseberichten vom Montag besorgt: «Ich habe Angst vor dem, was passieren kann. Ich fürchte, dass die Partie ein böses Ende für uns nehmen kann. Wenn es Ausschreitungen gibt, werden wir teuer dafür bezahlen.»
Atlético war wegen der Ausschreitungen beim Hinrundenspiel gegen Olympique am 1. Oktober (2:1) vom Internationalen Sportgerichtshof CAS dazu verurteilt worden, sein Champions-League-Spiel gegen den PSV Eindhoven (2:1) vor leeren Rängen auszutragen.
dpa
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