Meldung

Hertha ohne Woronin und Kacar nach Piräus

Piräus - Erst leiden, dann feiern: Im wichtigsten Spiel des Jahres will sich Hertha BSC nach seiner besten Bundesliga-Hinrunde noch ein millionenschweres Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen.

anzeige

Aber nur ein Sieg beim griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus würde den Berlinern erstmals seit drei Jahren den Einzug in die K.o.-Runde der letzten 32 im UEFA-Cup bescheren. «Wenn wir bereit sind zu leiden und mit Geduld spielen, ist alles möglich», meinte Hertha-Trainer Lucien Favre.

Fehlt

Foto: dpa Bild vergrößern

Andrej Woronin ist nicht mit nach Griechenland gereist.

Zuletzt 14 Heimsiege der Griechen in der Liga und im Europapokal schrecken den Schweizer nicht. «Jede Serie hat ihr Ende», sagte Favre nach der Ankunft im edlen Royal-Olympic-Hotel in Athen. «Das ist natürlich ein richtig schönes Finalspiel. Es geht um alles - so macht es Spaß, es in der Gruppenphase zu spielen», fügte Manager Dieter Hoeneß vor der schweren Prüfung beim 36-maligen griechischen Champion hinzu, dem ein Unentschieden genügen dürfte, um nach Galatasaray Istanbul und Metalist Charkow aus der Ukraine die Gruppenphase in der Hertha-Staffel zu überstehen. Denn Benfica Lissabon, das im Beisein von Favre 1:5 in Piräus unterging, hat nur noch theoretische Chancen.

Die Berliner Delegation flog aus dem dunklen, kalten Berlin aber nicht ohne Sorgen ins milde, aber graue Athen. Stürmer Andrej Woronin konnte wegen einer Grippe ebenso nicht mitreisen wie Mittelfeld-Organisator Gojko Kacar wegen einer schweren Knieprellung. Innenverteidiger Josip Simunic wollte nach seiner Muskelverhärtung in der Wade erst am Mittwochabend wieder einen Trainingsversuch starten.

Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny konnte seine Kollegen am besten darauf einstimmen, was sie im 33 334 Fans fassenden Karaiskakis- Stadion mit seinen in der Clubfarbe rot gehaltenen Sitzen erwartet. «In Piräus kann es sehr schwierig werden. Der Verein hat eine große und lange Tradition, dazu unglaubliche Fans, die das Team fantastisch unterstützen», sagte der in dieser Saison mehrfach überragende Tscheche, der von 2001 bis 2005 für Panionios Athen gespielt hatte.

Auch Torjäger Marko Pantelic hat Griechenland-Erfahrung. Offen ist, ob Herthas einziger Torschütze in der Gruppenphase seine Abschiedsvorstellung gibt und im Winter abgegeben wird, um noch eine Ablöse zu kassieren. Hoeneß kündigte für Januar ein Gespräch mit dem Serben an, der seinen Kontrakt bis Saisonende erfüllen will. Dafür soll die Vertragsverlängerung mit Kapitän Arne Friedrich unmittelbar bevorstehen. Weder Friedrich noch Hoeneß bestätigten das jedoch. Vor der Präsidiumssitzung am Dienstag legten der Manager und Vereinschef Werner Gegenbauer ihren Streit bei und schlossen einen weihnachtlichen Frieden vor der Reise nach Piräus.

Dort wartet ein stürmischer Gastgeber. Olympiakos kann wieder auf den gefährlichen Argentinier Luciano Galletti zurückgreifen, dessen Landsmann Fernando Belluschi auch immer für Tore gut ist. Mit den Brasilianern Dudu und Diogo setzen zwei weitere Südamerikaner Akzente im Team um den serbischen Kapitän Predrag Djordjevic. Große Erfahrung haben auch Ex-Europameister Antonis Nikopolidis im Tor sowie Vassilis Torosidis und Christos Patsatzoglou. Favre spricht von einer «Top- Mannschaft», sagt aber: «Ich bin überzeugt, wir können sie schlagen.»

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Olympiakos Piräus: Nikopolidis - Domi, Papadopoulos, Zewlakow, Torosidis - Patsatzoglou, Djordjevic, Dudu, Galletti - Belluschi, Diogo

Hertha BSC: Drobny - von Bergen, Friedrich, Simunic (Kaka), Stein - Dardai, Lustenberger - Nicu, Cicero - Pantelic, Raffael

Schiedsrichter: Hansson (Schweden)

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.