Donnerstag, 18. Dezember 2008 / 10:50 Uhr
Mailand - Eine Woche vor dem Fest hat sich der VfL Wolfsburg mit dem 2:2 (0:1) beim favorisierten AC Mailand das schönste Geschenk selbst auf den Gabentisch gelegt.
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Dank des verdienten Remis feierte die Mannschaft von Trainer Felix Magath den Gruppensieg im UEFA-Pokal und verschaffte sich auf der internationalen Fußball-Bühne weiteren Respekt. «Wir haben in Europa ein kleines Ausrufezeichen gesetzt», sagte Regisseur Zvjezdan Misimovic eher bescheiden. Magath wurde da schon deutlicher: «Das war eine große Leistung. Ich hatte vor der Runde nicht damit gerechnet, dass wir den Gruppensieg schaffen könnten.»
Auch in dem mit nur 5420 Zuschauern spärlich besetzten, 85 700 Besucher fassenden Giuseppe-Meazza-Stadion zeigten die «Wölfe» jene Qualitäten, die sie schon in den drei Gruppenspielen zuvor ausgezeichnet hatten: Spielfreude, Beharrlichkeit und Stehvermögen. Gegen den personell dezimierten Kontrahenten, der aber dennoch eine Top-Truppe auf den Rasen schicken konnte, steckte der VfL zweimal Rückstände durch die Tore von Massimo Ambrosini (15. Minute) und Pato (56.) weg und gab jeweils die passende Antwort. «Wir sind zweimal zurückgekommen, das war schon stark», befand Misimovic zu Recht. «Am Ende hätten wir aufgrund der besseren Chancen sogar noch gewinnen können», bestätigte Felix Magath.
Misimovic war diesmal zwar nicht der große Denker und Lenker in der Wolfsburger Offensive. Dafür sprangen andere in die Bresche, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen. Zunächst egalisierte Wolfsburgs italienischer Weltmeister Cristian Zaccardo (55. Minute) den 0:1- Rückstand. Dann machte «Joker» Mahir Saglik (81.), der vor gut einem halben Jahr noch in der Regionalliga gespielt hat, den bisher größten Erfolg der Vereins-Geschichte perfekt.
«Es ist ein Traum für mich, das muss ich erstmal verdauen», gestand Saglik nach dem wichtigsten Treffer seiner Karriere. Zaccardo hat schon wichtigere erzielt und größere Erfolge bejubelt. Aber auch für ihn, im Sommer für runde acht Millionen Euro vom US Palermo aus der Serie A geholt, war dies nach einem schwierigen Anlauf an neuer Wirkungsstätte ein bedeutender Moment. «Am Anfang ist es für mich nicht so gut gelaufen. Aber jetzt habe ich das Jahr großartig beendet», meinte der italienische Abwehrspieler sichtlich gelöst.
Das durften alle «Wölfe» sein. Für die K.o.-Runde (18./19. und 26. Februar) wird ihnen bei der Auslosung ein Gruppen-Dritter aus dem UEFA-Cup-Wettbewerb zugeteilt. Der Modus bestimmt zudem, dass das Rückspiel in der heimischen Volkswagen Arena ausgespielt wird. «Das ist ein Vorteil für uns. Ich bin sicher, dass auch die nächste Aufgabe eine lösbare sein wird», sagte Magath voller Zuversicht. Und wer das sein wird, ist ihm egal. «Wir nehmen es, wie es kommt.»
dpa
2 Kommentare | Kommentare verstecken
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
1. Driggo schrieb am 18.12.2008 um 14:53:30:
Wolfsburg ist stark. Eine ausgezeichnete Mannschaft, die auf allen Positionen Qualität findet. Ich hoffe, dass diese Mannschaft noch (sehr)weit kommt.
2. MisterMadunina schrieb am 18.12.2008 um 16:22:40:
Ein eigentlich ganz flottes Spiel mit einem gerechten Resultat. Und apropos "nur 5420 Zuschauer"...wer sich dafür interessiert, wie ein Häuflein Wolfsburger die glorreiche Milan-Kurve widerstandslos niedersingen konnten, habe ich hier was zum Fanprotest der Mailänder geschrieben und mit Fotos vom Spiel unterfüttert.
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