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Babbel will mit VfB «Ausrufezeichen setzen»

St. Petersburg - Mit einem Coup gegen UEFA-Cup-Champion Zenit St. Petersburg will der VfB Stuttgart auf Europas kleiner Fußball-Bühne für großes Aufsehen sorgen.

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«Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch international ein Ausrufezeichen zu setzen», sagte VfB-Teamchef Markus Babbel vor dem Abflug des Bundesliga-Siebten zum Zwischenrunden-Hinspiel im Petrowski- Stadion. Weder von den frostigen Temperaturen an der Newa noch dem Rätsel um die Form des Titelverteidigers wollen sich die Schwaben beirren lassen. «Wir haben einen langen Weg hinter uns. Jetzt sollen die Jungs auch den Lohn der Arbeit mitnehmen», meinte Sportdirektor Horst Heldt.

Teamchef

Foto: dpa Bild vergrößern

Markus Babbel spricht auf einer Pressekonferenz in Stuttgart.

Die Stuttgarter mühten sich durch UI-Cup, Qualifikation und Gruppenphase in die Runde der besten 32. Mit den aus der Champions League ausgeschiedenen Russen erwischten die Schwaben einen der dicksten Brocken im Wettbewerb. «Wir müssen die Herausforderung annehmen und dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren», forderte Babbel. Zumindest eine Begegnung mit Stürmerstar Andrej Arschawin bleibt seinen Spielern erspart - der Zenit-Torjäger wechselte im Januar zum FC Arsenal. «Natürlich ist das ein kleiner Vorteil», urteilte Babbel.

Dennoch ist der Respekt der Stuttgarter vor dem Team um Kapitän Anatoli Timoschtschuk, der spätestens im Sommer für elf Millionen Euro zu Bayern München wechselt, groß. «Sie haben absolutes Champions-League-Format, sind unheimlich spielstark», befand der VfB- Teamchef. Allerdings mangelt es dem russischen Meister von 2007 an Wettkampfpraxis, da die nationale Liga erst Mitte März beginnt. «Für uns ist es gut, wir sind im Rhythmus», sagte Babbel, der die Schwäche der Mannschaft von Trainer Dick Advocaat in der Abwehr sieht.

Mit furiosem Angriffsfußball hatte sich Zenit in der Vorsaison auf dem Weg zum Titel als Schreck der deutschen Teams erwiesen. Im Viertelfinale schalteten Advocaats Schützlinge Bayer Leverkusen (4:1,0:1) aus, im Halbfinale gingen die Bayern im Rückspiel mit 0:4 unter. «Ich will den UEFA-Cup verteidigen», betonte der niederländische Trainer, der als Arschawin-Ersatz dem von Hannover 96 verpflichteten Szabolcs Huszti vertraut. Leitwolf Timoschtschuk gab sich vor dem Kräftemessen mit dem VfB zurückhaltend. «Ich sehe die Chancen eher ausgeglichen», sagte der Ukrainer dem «kicker».

«Wenn wir unser wahres Gesicht zeigen, gibt es nur wenige Vereine, die uns schlagen können», sagte Babbel, der erst am Spieltag über den Einsatz von Mittelfeldspieler Sami Khedira entscheiden will. Aus den verschenkten Punkten beim 3:3 in Hannover habe sein Team ebenso die Lehren gezogen wie aus den bisherigen Auftritten auf europäischem Parkett. «Man bekommt in der Bundesliga nichts geschenkt und international schon gar nicht», erklärte der 36-Jährige. Volles Risiko aber will Babbel im Hinspiel auf keinen Fall gehen: «Man muss im ersten Spiel nicht auf Biegen und Brechen alles erzwingen.»

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Zenit St. Petersburg: Malafejew - Anjukow, Lambaerts, Krizanac, Sirl - Timoschtschuk - Syrjanow, Semschow, Huszti, Faysulin - Pogrebnjak

VfB Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Boulahrouz, Magnin - Khedira (Lanig), Hitzlsperger - Hilbert, Simak - Gomez, Marica

Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)

dpa

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