Mittwoch, 25. Februar 2009 / 16:00 Uhr
Bremen - Die Stadt Bremen will den Fußballclub AC Mailand zur Zahlung von 50 000 Euro Strafe auffordern. Die AC-Spieler hatten beim UEFA-Pokalspiel gegen Werder Bremen auf ihren Trikots für den privaten Wettanbieter «bwin» geworben, was in der Hansestadt verboten ist.
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Das Stadtamt werde einen entsprechenden Brief am 26. Februar verschicken, sagte der Sprecher der Behörde für Inneres und Sport, Rainer Gausepohl. Der Verein kündigte bereits über seinen Anwalt an, dass er die Strafe nicht zahlen werde.
«Wir stützen uns dabei auf europäisches Recht», sagte der Stuttgarter Anwalt Clemens Weidemann von der Sozietät Gleiss Lutz und bestätigte damit einen Bericht des «Weser Kuriers». Die Europäische Kommission habe bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass das Werbeverbot den Gesetzen der Europäischen Gemeinschaft widerspreche. «Es ist absurd, dass der AC Mailand in Bremen mit nackter Brust spielen soll.» Deshalb werde sein Mandant vor dem Verwaltungsgericht Bremen gegen das Zwangsgeld klagen.
Nach Angaben von Gausepohl wird es auch so für die Hansestadt schwierig, die Strafe einzutreiben. Da es keine Vollstreckungsvereinbarung zwischen Deutschland und Italien gebe, könnten die Beamten nicht einfach in Mailand anrücken. «Man könnte natürlich das nächste Mal, wenn der Verein hier spielt, das Geld eintreiben», merkte Gausepohl an.
Die Erfolgsaussichten seien aber gering, betonte Weidemann. Auch Bayern verlange vom AC Mailand nach einem Spiel im Frühjahr 2007 in München 100 000 Euro Strafe wegen der «bwin»-Trikots. Das Geld habe der Verein aber bis heute nicht gezahlt. Ähnlich ist es beim spanischen Fußballclub Real Madrid, der im Herbst 2007 bei einem Spiel in Bremen für den Sportwettenanbieter warb. Das verhängte Zwangsgeld habe die Stadt immer noch nicht erhalten.
dpa
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