Montag, 23. März 2009 / 15:56 Uhr
Hamburg - Das Fußball-Abenteuer Georgien ist für Trainer Rainer Zobel wie aus heiterem Himmel zu Ende gegangen. Eine Stunde nach dem torlosen Unentschieden seiner Mannschaft Dinamo Tiflis gegen Lokomotive Tiflis wurde der 60-Jährige vom Management des Clubs entlassen.
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«Ich bin ein bisschen enttäuscht und auch überrascht», sagte Zobel der Deutschen Presse-Agentur dpa auf Anfrage. «Gründe für meine Entlassung wurden mir keine genannt.» Das Aus kam unerwartet: Denn mit Dinamo Tiflis lag der ehemalige Bundesliga-Profi des FC Bayern München in der Liga auf Rang 2. Erst im vergangenen Sommer hatte Zobel die Georgier übernommen.
Rainer Zobel (Foto von 2001) wurde als Trainer des georgischen Clubs Dinamo Tiflis entlassen.
Wegen der Länderspiel-Pause für die anstehenden Qualifikations-Spiele zur WM 2010 hatte das einstige Mittelfeld-Ass ohnehin einen fünftägigen Aufenthalt in Deutschland geplant - nun wird er etwas länger in seiner Heimat bleiben. «Ich bin sicher, dass sich wieder etwas ergibt», beschrieb Zobel seine Job-Perspektiven. Der dreimalige Landesmeister als Spieler mit dem FC Bayern München hat bereits Trainer-Stationen in Deutschland und Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran hinter sich. Mit Al Ahly Kairo war Zobel zweimal ägyptischer Meister.
Anfang August des vergangenen Jahres hatte der ehemalige Trainer des 1. FC Kaiserslautern, des 1. FC Nürnberg und der Stuttgarter Kickers für Schlagzeilen gesorgt, als er wegen des russisch- georgischen Kaukasus-Krieges aus Georgien fliehen musste. Nach dem Ausbruch der Kampfhandlungen in Südossetien verließ Zobel auf Empfehlung der deutschen Botschaft das Land und kehrte erst nach einer 26-stündigen Odyssee wohlbehalten zu seiner Familie nach Braunschweig zurück.
«Es wurden rund um Tiflis strategische Punkte angegriffen. Das kriegt man alles mit und fragt sich, was noch kommt. Deswegen mussten wir raus», sagte Zobel damals. Später war er wieder zu seinem Verein nach Georgien zurückgekehrt.
dpa
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Gerhard Delling: Die haben den Blick für die Orte, wo man sich die Seele hängen und baumeln lassen kann.
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