Donnerstag, 7. September 2006 / 17:17 Uhr
München - Titelverteidiger FC Bayern München muss beim Pokalauftritt beim Nord-Regionalligisten FC St. Pauli ohne seinen Kapitän Oliver Kahn auskommen.
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Der Torhüter wurde nachträglich wegen Beleidigung der Anhänger von Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale Ende April für ein Spiel gesperrt und zur Zahlung von 5000 Euro verurteilt, bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Bericht des «kicker». Kahn hat das Urteil ebenso wie der FC Bayern akzeptiert, die Vorwürfe wies er aber zurück: «Das ist Unsinn, dass ich die Fans beleidigt habe», sagte er dem «kicker».
Oliver Kahn betrachtet nach dem Pokalfinale gegen Frankfurt die Trophäe.
Der FC Bayern hatte sich am 29. April im Berliner Olympiastadion durch ein 1:0 gegen Außenseiter Frankfurt zum 13. Mal den DFB-Pokal gesichert und damit den Grundstein für sein zweites Double in Folge gelegt. Nach der Führung durch Claudio Pizarro hatte Kahn drei Minuten vor Schluss den Sieg der Münchner festgehalten, als er einen Scharfschuss von Ioannis Amanatidis mit einem Reflex parierte. Nach Schmährufen der Eintracht-Fans soll der Bayern-Kapitän diese dann mit einem deftigen Schimpfwort belegt haben.
Bayern-Trainer Felix Magath übte Kritik an der nachträglichen Sperre für seinen Kapitän, für den in Hamburg Michael Rensing auflaufen wird. «Ich habe nie nachvollziehen können, was da entschieden wurde», sagte der Coach. «Aber ich hoffe, dass wir Olli nicht vermissen werden. Ich gehe davon aus, dass sich unser Torwart bei St. Pauli nicht besonders auszeichnen muss.» Zudem wird beim Auftritt am Millerntor der Einstand von Neuzugang Mark van Bommel erwartet.
Auf die Startelf für das DFB-Pokalspiel beim FC St. Pauli hat sich Magath noch nicht festgelegt. Auch Lukas Podolski wird womöglich erneut nicht von Beginn an spielen. Die vier Länderspieltore des Nationalstürmers hat Magath zwar mit Freude registriert, doch eine Stammplatzgarantie gibt es für Podolski noch nicht.
Es sei erfreulich, dass der Stürmer vier Tore gemacht und einen guten Eindruck hinterlassen habe, sagte Magath. «Das zeigt, dass wir ihn gut herangeführt haben. Er hat sich ständig gesteigert und ist immer besser geworden.» Am Hamburger Millerntor dürften zunächst jedoch Roy Makaay und Roque Santa Cruz den Vorzug vor Podolski bekommen, der in den bisherigen drei Bundesligaspielen nur Einwechselspieler war.
dpa
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