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St. Pauli fiebert Pokal-Hit entgegen

Hamburg - Trotz Formschwäche und Verletzungssorgen fiebert der FC St. Pauli dem Pokal-Hit gegen Bayern München entgegen.

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«Es ist eine tolle Situation, dass wir sofort gegen so einen unglaublichen Gegner spielen dürfen», sagte der Trainer des Hamburger Fußball-Regionalligisten, Andreas Bergmann. Vor der Partie am 9. September sind die Voraussetzungen für eine Sensation allerdings alles andere als günstig. «Dass wir nicht so in Tritt sind, wie wir uns das wünschen, weiß man», meinte Bergmann.

Timo Reus

Der neue FC St. Pauli Torwart Timo Reus beim Training in Hamburg.

Die verletzten Jens Scharping, Daniel Stendel, Marvin Braun und Abdou Sall fehlen definitiv. Bei Charles Takyi fällt die Entscheidung erst am Spieltag; Fabian Boll und Hauke Brückner stehen zumindest im Kader. Auch Felix Luz, der herausragende Stürmer der vergangenen Pokal-Saison, ist nach einer Liga-Sperre wieder an Bord. Gerade noch rechtzeitig einigte sich der Club mit dem früheren Bundesliga-Torhüter Timo Reus auf einen Vertrag bis 30. Juni 2007. Obwohl es als wahrscheinlich gilt, dass der 32-Jährige gegen München spielt, wollte Bergmann sich nicht festlegen. «Das wäre unprofessionell», sagte er.

Bayern-Trainer Felix Magath kann mit Ausnahme der Langzeit-Verletzten Valerien Ismael und Sebastian Deisler sowie des gesperrten Oliver Kahn sein bestes Team aufbieten. Zugang Mark van Bommel steht vor seinem Debüt beim Titelverteidiger. Wie ernst die Bayern die Partie nehmen, zeigt die frühzeitige Anreise und das anschließende Geheimtraining am 8. September. «Sie werden uns kämpferisch alles abverlangen», sagte Magath, «aber wir sind spielerisch überlegen». Der gesperrte Kahn erwartet eine «ganz, ganz heiße Geschichte».

In der vergangenen Saison setzte sich der Favorit trotz heftiger Gegenwehr mit 3:0 durch. «Die Situation damals war eine andere», sagte Bergmann, «bis dahin hatten wir eine unglaubliche Pokal- Biografie hinter uns». Vor dem Halbfinal-Aus hatte St. Pauli unter anderem Hertha BSC und Werder Bremen ausgeschaltet. Trotz der weitaus schlechteren Situation kündigte Bergmann wieder einen mutigen Auftritt im mit 19 400 Zuschauern ausverkauften Millerntorstadion an. Den Gegner hat er indes nicht gesondert beobachtet. «Die übliche Fernsehanalyse», meinte er nur.

dpa

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