Mittwoch, 8. April 2009 / 19:16 Uhr
Bremen - Acht Bundesliga-Monate vermasselt und deshalb im UEFA-Pokal unter großem Druck: Werder Bremen muss in den wenigen verbleibenden Wochen der Saison versuchen, sich doch noch für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.
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Der Grundstein dafür soll im heimischen Weser- Stadion im ersten Viertelfinalspiel des UEFA-Cups gegen Udinese Calcio gelegt werden. «Die Stärke von Udine ist das schnelle Umschalten. Wir dürfen ihr Konterspiel mit wenigen Kontakten nicht zulassen», sagte Trainer Thomas Schaaf.
Bis auf den Dänen Daniel Jensen, der an der Achillessehne operiert wurde und bis zum Saisonende ausfällt, steht Schaaf der komplette Kader zur Verfügung. «Das ist eine ausgebuffte Mannschaft, da müssen wir hellwach und clever sein. Aber trotzdem ist das eine lösbare Aufgabe», sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs vor dem Duell mit dem Tabellen-14. der italienischen Serie A. Anders als in den Partien gegen Inter Mailand und AC Mailand gehen die Bremer als Favorit in das dritte Europapokal-Duell mit einem italienischen Club.
«Das ist kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Aber Udine kann man schlagen, es ist keine Übermannschaft», sagte Torsten Frings. Der Nationalspieler verfügt wie einige seiner Teamgefährten bereits über Erfahrungen mit den Norditalienern. Werder und Udine standen sich in der Saison 2005/2006 in der Champions League-Vorrunde gegenüber. Das Hinspiel in Italien endete 1:1, die Zweitauflage gewann Werder nach einer 3:0-Führung am Ende nur knapp mit 4:3. «Auf einmal haben die uns schwindlig gespielt», erinnerte sich Frings an die drei Gegentore in sechs Minuten: «Das darf und wird nicht wieder passieren.»
Vorn soll die Abteilung Attacke wieder wirbeln wie am Sonntag beim 4:1 gegen Hannover 96. Neben dem wiedererstarkten Diego heißt die Garantie dafür Claudio Pizarro, der sich trotz der ständigen Diskussionen um seine Person nicht vom Toreschießen abbringen lässt. Dreimal netzte der Peruaner gegen 96 ein und kündigte auch Udine Unbehagen an. «Ich glaube, wir werden das gut machen», meinte Pizarro zuversichtlich und bekam von Allofs gleich den passenden persönlichen Auftrag mit: «Wenn Claudio wieder drei Tore schießen würde, dann wäre das natürlich gut.»
Wer dem wuchtigen Angreifer, der in dieser Bundesliga-Saison bereits 15 Tore erzielt hat, dabei helfen soll, ist offen. Kurzfristig hat sich auch Markus Rosenberg nach seinen Rückenbeschwerden zurückgemeldet. «Der Rücken tut noch ein bisschen weh, aber es geht schon», sagte der Schwede. Die besseren Karten für einen Platz in der Startelf dürfte aber der Portugiese Hugo Almeida haben.
Der Gegner hat einen Ausfall schweren Kalibers zu verkraften. Antonio Di Natale hat sich im Dienst der Nationalmannschaft einen Teilabriss des linken Kreuzbandes zugezogen und fehlt seinem Team deshalb bis zum Saisonende. Dass die Mannschaft von Trainer Pasquale Marino (46) dennoch intakt ist, bewies sie am vergangenen Wochenende bei dem UEFA-Cup-Generalprobe gegen Serienmeister Inter Mailand (0:1). Der forsche Auftritt der Friauler beeindruckte selbst Inter-Trainer José Mourinho: «Wir hatten Glück, Udinese war die stärkere Mannschaft.» Werder ist also gewarnt.
Voraussichtliche Aufstellungen:
Werder Bremen: Wiese - Pasanen, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings - Niemeyer, Özil - Diego - Pizarro, Almeida
Udinese Calcio: Belardi - Isla, Zapata, Felipe, Pasquale - Inler, d'Agostino, Asamoah - Pepe, Quagliarella, Floro Flores
Schiedsrichter: Laurent Duhamel (Frankreich)
dpa
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