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De Jong und Kompany: Garanten für HSV-Zukunft

Hamburg - Als Eckpfeiler für eine erfolgreiche Zukunft hatte der Hamburger SV einst Nigel de Jong und Vincent Kompany verpflichtet. Das ist - so paradox es klingt - gelungen.

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Zwar werden die Gastspiele des Defensiv-Duos wohl nur als kurze Randnotiz in der Vereinsgeschichte des Bundesliga-Dinos vermerkt werden, finanziell haben die beiden Fußball-Profis dem HSV aber die Aussicht auf rosige Zeiten beschert. Rund 28 Millionen Euro gaben die Eigner des aktuellen UEFA-Cup-Rivalen Manchester City binnen eines halben Jahres für Kompany und de Jong aus - und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer wurde für die Boulevardzeitungen zu «Dukaten-Didi».

Ex-Hamburger

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Ex-HSV-Spieler Vincent Kompany (l) im Trikot von Manchester City.

«Bei uns gilt das Prinzip, aus einem Spieler möglichst zwei oder drei zu machen. Mit dem Geld aus dem De-Jong-Transfer haben wir die Möglichkeit dazu», hatte Beiersdorfer sein Geschäftsprinzip nach dem überraschenden Winterverkauf erläutert. Planungssicherheit über die aktuelle Saison hinaus ist damit garantiert. Beiersdorfer, der im Januar vor allem Profis auf Leihbasis holte, hat bereits angekündigt, im Sommer eventuell wieder einen Kracher zu holen.

Als solchen hatten die HSV-Bosse insgeheim auch de Jong angesehen, den sie für vergleichsweise günstige 1,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam an die Elbe locken konnten. Doch der niederländische Nationalspieler war oft verletzt und kam in drei Jahren nur auf 66 Bundesliga-Einsätze. Und so dürfte es Beiersdorfer «auch als Romantiker» nicht schwergefallen sein, das Angebot der Manchester-Scheichs von rund 20 Millionen anzunehmen.

Scheinbar eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn de Jong spielt an der Seite von Superstar Robinho eine tragende Rolle. «Es ist alles bestens und ich kann mich voll und ganz auf Fußball konzentrieren. Das sind die besten Voraussetzungen», sagte der 24-Jährige, dem HSV-Trainer Martin Jol noch immer etwas hinterher trauert: «Nigel ist ein hervorragender Verbindungsspieler. Das fehlt uns vielleicht noch», sagte Jol vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester.

Anders als sein alter und neuer Teamkollege de Jong verließ Kompany, 2006 für zehn Millionen Euro vom RSC Anderlecht verpflichtet, die Hansestadt nicht im Frieden. Erst beklagte er sich über mangelnde Einsatzzeiten, da er nicht an Verteidiger Bastian Reinhardt vorbeikam, dann gab es im Sommer 2008 reichlich Wirbel um seine Abstellung zu den Olympischen Spielen. Als dann die Citizens erstmals die prall gefüllte Schatulle öffneten und immerhin 8,5 Millionen Euro für den hochbegabten Belgier boten, griff der HSV zu. Das dadurch entstandene Transferminus kann «Dukaten-Didi» spätestens seit dem de-Jong-Coup verschmerzen.

dpa

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