Montag, 13. April 2009 / 11:20 Uhr
Rom - Kopflos, planlos und müde: Vor dem Rückspiel im UEFA-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen hat Udinese Calcio in der italienischen Fußball-Liga enttäuscht.
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Im Spiel beim Tabellenletzten Reggina Calcio stolperte Udine zu einem schmeichelhaften 2:0-Sieg - dabei standen die Gäste nach zwei Roten Karten gegen die Süditaliener fast die gesamte zweite Halbzeit mit zwei Mann mehr auf dem Platz. Erst Antonio Floro Flores erlöste Udine mit seinem Tore- Doppelpack (85./91. Minute). «Ohne Kopf kann nicht spielen», schimpfte Trainer Pasquale Marino und befand: «Es sah ja so aus, als wären wir in Unterzahl gewesen.»
Angesichts der schwachen Leistung in der Liga muss Marino vor dem Rückspiel am 16. April gegen 3:1-Hinspielsieger Werder Angst und Bange werden. «Wir müssen wieder so spielen, wie in der zweiten Halbzeit in Bremen», ermahnte Marino seine Truppe. Während Udine vor dem Rückspiel gegen die Hanseaten kaum Hoffnung schöpfen konnte, wurde in Mailand schon ein wenig gefeiert: Dank der Schützenhilfe des FC Genua hat Inter Mailand Verfolger Juventus Turin sieben Spieltage vor Ende der italienischen Fußball-Meisterschaft abgehängt.
Die Genueser schlugen Rekordmeister Juve mit 3:2 und verwandelten damit Inters 2:2 gegen den FC Palermo in einen kleinen Sieg um. «Juve ist ausgebremst», titelte «La Gazzetta dello Sport». Nach 31 Spieltagen führt Titelverteidiger Inter nun mit zehn Zählern vor Juve und steht damit kurz vor seinem vierten Meistertitel in Serie.
«Der Scudetto liegt in der Luft», urteilte Inter-Trainer José Mourinho. Juve-Coach Claudio Ranieri dagegen klagte: «Wir sind wie Hühner herumgelaufen und haben den Sieg verschenkt.» Zwei Minuten vor Abpfiff gelang Raffaele Palladino der Siegtreffer für Genua, das Rang vier festigte und weiter von der Champions League träumen darf. Juve dagegen muss sich nun Sorgen um Platz zwei machen: «Jetzt müssen wir hinter uns aufpassen», warnte Kapitän del Piero. Nach dem 1:0 bei Chievo Verona liegt der AC Mailand nur noch zwei Punkte zurück.
Das spektakulärste Spiel des Oster-Wochenendes lieferten sich Lazio und AS Rom im Derby mit sechs Toren und fünf Platzverweisen. Mit einem fulminanten Start und zwei Treffern in den ersten vier Minuten legte Lazio den Grundstein für das 4:2 in dem hitzigen Match. Erst flog Christian Panucci vom Platz, dann sahen Philippe Mexes (beide AS Rom) und der Brasilianer Matuzalem (Lazio) Rot. AS-Trainer Luciano Spalletti und ein Lazio-Manager wurden nach einem Streit in der Halbzeitpause auf die Tribüne verbannt.
Zu Beginn aller Spiele wurde den Opfern des schweren Erdbebens in den Abruzzen mit einer Schweigeminute gedacht. «Solidarität mit den Abruzzen - Wir sind bei Euch», schrieben Fans in fast allen Stadion auf Spruchbändern. In dieser Woche will die Liga gemeinsam Hilfs- Aktionen für die Erdbebenopfer beschließen. Alle Clubs wollen Spiel- Einnahmen spenden und Benefiz-Partien bestreiten.
dpa
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