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Wichtige Duelle «daheim» für Ballack und Lehmann

London  - Für die deutschen Fußball-Nationalspieler Michael Ballack und Jens Lehmann hätte die Champions-League-Saison kaum spektakulärer beginnen können. Gleich am ersten Spieltag kommt es zu zwei deutsch-englischen Duellen mit richtungweisendem Charakter.

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Ballack lebt sich in London und im millionenschweren Starensemble des FC Chelsea immer besser ein. Die Auftaktbegegnung gegen Werder Bremen ist für den 29-Jährigen genau die richtige Plattform, um dies Fußball-Deutschland zu beweisen. Für Lehmann und Vorjahresfinalist FC Arsenal soll die Begegnung beim Hamburger SV der Wendepunkt nach dem schlechtesten Saisonstart seit 15 Jahren werden.

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Michael Ballack präsentiert sich mit Chelsea gegen Bremen den deutschen Fans.

«Wenn ich nicht glauben würde, dass Chelsea stark genug ist, um die Champions League zu gewinnen, wäre ich nicht hierher gekommen», sagt Ballack. Sechs Wochen hat er gebraucht, um beim englischen Meister auch öffentlich mehr Verantwortung einzufordern. Der Nationalmannschaftskapitän hat sich das nötige Selbstvertrauen mit zuletzt überzeugenden Auftritten geholt. Frank Lampard, sein Nebenmann im offensiven Mittelfeld, läuft der Form noch hinterher. Als er am Wochenende zum dritten Mal innerhalb weniger Monate einen Elfmeter verschoss, kündigte Ballack an, das nächste Mal selbst anzutreten.

Trainer José Mourinho erteilte dem Deutschen dazu grünes Licht: «Ballack ist bei Elfmetern unsere Nummer Zwei» - hinter Lampard, aber vor Andrej Schewtschenko. «Aber die drei sollen sich auf dem Platz absprechen, wer sich sicher fühlt.» Allerdings hapert es mit der Kommunikation noch ein wenig bei Ballack. Der Cockney-Akzent seiner Londoner Mitspieler wie Kapitän John Terry, Joe Cole und Lampard bereitet ihm Mühe. «Ich muss gestehen, dass es für mich einfacher ist, die ausländischen Spieler zu verstehen. Sie sprechen langsamer als die hier Geborenen. Die Engländer sprechen schneller und mit Akzent», verriet Ballack. Da er selbst nur vier Jahre Englisch in der Schule lernte, paukt er seit einigen Wochen mit einem Privatlehrer.

Solche Probleme hat Jens Lehmann nicht mehr. Im vierten Jahr beim FC Arsenal bereitet ihm vielmehr die Form der «Gunners» auf dem Platz Kopfzerbrechen. Wie Champions-League-Gegner Hamburg warten die Nord-Londoner noch immer auf den ersten Sieg in der nationalen Meisterschaft. Nur Platz 17 mit zwei Punkten aus drei Spielen ist zu wenig für die Ansprüche beim FC Arsenal, der im Sommer vom Highbury ins 60 000 Zuschauer fassende Emirates-Stadion umgezogen ist.

Wie im Vorjahr soll das nötige Selbstvertrauen und die Wende zum Guten in der europäischen Königsklasse geholt werden. «Mindestens ein Unentschieden» möchte Lehmann bei seinem 50. Champions-League-Einsatz aus Hamburg mitbringen. In seinem Heimatland musste der Keeper das letzte Mal im Februar 2005 hinter sich greifen: im Champions-League-Achtelfinale beim 1:3 in München. Gegen den HSV will Lehmann seine persönliche Rekordserie von 763 Minuten ohne Gegentor ausbauen.

dpa

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