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Löw: Neue Spieler 2007 - Hoffen auf Mertesacker

Berlin - Joachim Löw wird erst im nächsten Jahr neue Feldspieler in der deutschen Nationalmannschaft präsentieren - die weiter bestehenden gravierenden Abwehr-Sorgen will er mit dem etablierten WM-Personal beheben.

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Für den nächsten Länderspiel-Doppelpack am 7. Oktober gegen Georgien und vier Tage später um EM-Punkte in der Slowakei setzt der Fußball-Bundestrainer auf die Rückkehr von Per Mertesacker, der seit Ende der WM verletzt ist. «Bis dahin könnte Mertesacker mit Bremen noch einige Spiele bestreiten», sagte Löw am Rande des internationalen Fußball-Kongresses in Berlin. Zuletzt hatte er als Notlösung Wolfsburgs Alexander Madlung berufen.

Planer

Bundestrainer Joachim Löw plant schon bis ins kommende Jahr.

Für die derzeit am Knie verletzten Manuel Friedrich und Jens Nowotny wird die Zeit bis zur nächsten Partie wohl nicht reichen. Robert Huth brauche jetzt erst einmal regelmäßige Spielpraxis, meinte der Bundestrainer. «Dann könnte es bei ihm nochmals eine Leistungssteigerung geben», meinte Löw zum ebenfalls lange verletzten Abwehrspieler, der vom FC Chelsea zum Premier-League-Konkurrenten FC Middlesbrough gewechselt ist. So gilt derzeit der Berliner Arne Friedrich als einziger fitter Innenverteidiger für das DFB-Team.

Neue Gesichter aber wird es bei Löws Länderspielen Nummer vier und fünf als Bundestrainer (derzeit drei Siege und 17:0 Tore) nicht geben. Nachrücker-Kandidaten wie der Hamburger Piotr Trochowski, der Gladbacher Eugen Polanski oder der Leverkusener Gonzalo Castro sollen zunächst weiter in der U21 spielen, die ebenfalls im Oktober die zwei wichtigen EM-Qualifikationsspiele gegen England bestreitet. «Die beiden Partien sind enorm wichtig für dieses Team und die Spieler selbst. Es ist besser, wenn sie da spielen, als bei uns auf der Bank zu sitzen», bemerkte der 46-jährige Löw.

Nur ein neuer dritter Torwart soll schon beim nächsten A-Spiel in Rostock dabei sein. «Es gibt eine Tendenz, aber die verrate ich noch nicht», sagte der Bundestrainer, der Robert Enke (Hannover), Roman Weidenfeller (Dortmund) und Tim Wiese (Bremen) in der engeren Wahl hat. «Es wird auf jeden Fall einer sein, der in seinem Verein spielt», betonte Löw.

Für sein gesamtes Personal hat der Freiburger ab Frühjahr 2007 insgesamt drei Leistungstest bis zur EM-Endrunde 2008 auf dem Programm. «Jetzt macht das keinen Sinn. Die Ergebnisse würden verfälscht, weil die Spieler keine komplette Vorbereitung hatten», meinte Löw, der beim Kongress von seinen Kollegen viel Lob für das attraktive und erfolgreiche Spiel des deutschen Teams erntet.

Ein wenig aber sorgt sich Löw um den körperlichen Zustand gerade seiner vielen jungen Spieler, die nun das zweite Jahr nacheinander ihre Saison-Vorbereitung nur im Schnelldurchlauf bestreiten konnten. «Es ist jetzt einfach nur wichtig, dass sie die nächsten Spiele überstehen und einigermaßen ihre Form halten», unterstrich Löw. In dieser Saison werde es bis auf die geplanten Länderspiele am 7. Februar und 28. März 2007 (Gegner noch gesucht) daher auch keine zusätzlichen Termine geben. Erst zum Ende des Jahres wäre eine längere Länderspielreise etwa nach Südamerika wieder denkbar. «Aber darüber habe ich noch nicht nachgedacht», sagte der Chefcoach.

dpa

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