Dienstag, 12. September 2006 / 23:09 Uhr
München - Dank einer schwungvollen zweiten Spielhälfte ist der FC Bayern München mit dem erwarteten 4:0 (0:0)-Pflichtsieg gegen Spartak Moskau in seine elfte Champions-League-Saison gestartet.
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Claudio Pizarro (48.) und Roque Santa Cruz (52.) mit einem Doppelschlag sowie Bastian Schweinsteiger (71.) und Hasan Salihamidzic (84.) erzielten die Treffer für den deutschen Fußball-Meister im ersten Vorrundenspiel.
Bayerns Claudio Pizarro (r) schießt zum 1:0 ein. Stranzl kann nur zuschauen.
Vor 63 000 Zuschauern in der Allianz-Arena kam das Bayern-Spiel allerdings erst im zweiten Durchgang auf Touren. Mit den ersten drei Punkten holten sich die Münchner den nötigen Rückenwind für die zweite Partie in der Gruppe B am 27. September bei Inter Mailand.
«Die erste Halbzeit war ganz schlecht von uns. Da haben wir den Gegner ins Spiel kommen lassen. Danach ist es viel besser geworden. Mit dem ersten Tor war das Spiel schon entschieden», sagte der Niederländer Mark van Bommel, der nach schwachem Beginn die Vorarbeit zum zweiten Treffer von Santa Cruz geleistet hatte. «Durch das erste Tor ist ein Knoten gelöst worden. Danach haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen», lautete das Fazit von Bayern-Coach Felix Magath.
Vor dem Start hatten die Bayern bescheiden das Überstehen der Vorrunde als Europacup-Ziel ausgegeben, mit der Leistung der ersten 45 Minuten darf der deutsche Rekordmeister tatsächlich keine höheren Ansprüche geltend machen. Trotz der offensiven Aufstellung mit dem erstmals von Beginn an aufgebotenen Lukas Podolski boten die Münchner eine erschreckend schwache Vorstellung. Ohne Engagement und Laufbereitschaft spulte der Meister sein Pensum herunter und quälte die Zuschauer mit Schlafwagen-Fußball, der zur Pause mit einem gellenden Pfeifkonzert von den Rängen quittiert wurde.
Erst nach einem offensichtlichen Donnerwetter in der Kabine erhöhte FC Bayern das Tempo und entschied mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp vier Minuten die Partie. Begünstigt durch einen Ausrutscher des früheren Bundesliga-Profis Martin Stranzl in der Spartak-Abwehr brachte der bis dahin wirkungslose Pizarro die Münchner mit seinem ersten Europacup-Tor seit Dezember 2005 in Front. Wenig später sorgte Santa Cruz nach dem ersten gelungenen Pass von Mark van Bommel für das 2:0. Auch der Paraguayer hatte international für die Bayern zuletzt vor rund neun Monaten getroffen. 19 Minuten vor dem Ende machte Schweinsteiger mit sattem 18 m-Schuss alles klar. ehe Salihamidzic einen Podolski-Schuss zum 4:0 ins Tor lenkte.
Nach der Pause suchte auch van Bommel, der im Mai mit dem FC Barcelona die Champions-League-Trophäe gewonnen hatte, entschlossener den Weg zum gegnerischen Tor. Bis dahin hatte der Niederländer, der in die Fußstapfen von Michael Ballack treten soll, häufig die Bindung zu seinen Mitspielern vermissen lassen.
Ohne ihren besten Champions-League-Torschützen Roy Makaay, den Magath wegen zuletzt schwacher Leistungen 90 Minuten auf der Bank ließ, waren die Münchner ideen- und konzeptlos in die Partie gegen den russischen Vizemeister gegangen, der zunächst die bessere Spielanlage zeigte. Bezeichnend für die Münchner Konfusion war die 34. Minute, als sich Podolski und Schweinsteiger bei einem Freistoß- «Trick» selbst ausmanövrierten und Spartak in Ballbesitz brachten. Daraus resultierte ein Konter, den der im Zweikampf gegen Philipp Lahm erfolgreiche Roman Pawljutschenko (35.) gegen den starken Oliver Kahn beinahe mit dem 0:1 abgeschlossen hätte. Eine Minute vor Spielende traf Moskaus Sturmführer per Kopf die Latte.
dpa
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