Donnerstag, 14. September 2006 / 21:24 Uhr
Gelsenkirchen - «Joker» Sören Larsen hat den FC Schalke 04 bei der Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne vor einer Blamage bewahrt. Der dänische Stürmer erzielte in der 86. Minute das Tor des Tages beim 1:0-Heimsieg im Hinspiel der ersten Runde des UEFA-Cups gegen den AS Nancy.
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140 Tage nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen den FC Sevilla zeigten die Schalker vor 45 887 Zuschauern in der Veltins-Arena zwar eine schwache Partie, können dank Larsen aber trotzdem beruhigt zum Rückspiel in zwei Wochen zum französischen Ligapokalsieger nach Nancy reisen.
Der Schalker Bordon (r) gewinnt das Kopfball-Duell gegen Nancys Monsef Zerka.
In ihrem 92. Europapokal-Spiel enttäuschten die Hausherren, die zuvor schon vom Finale geträumt hatten, über weite Strecken. «Es war ein sehr zähes Spiel», urteilte Trainer Mirko Slomka. Die Schalker, die zuvor in vier Saisonspielen ungeschlagen geblieben waren und beim 9:1 im DFB-Pokal gegen den Oberligisten FC Hansa Rostock II überzeugt hatten, wirkten seltsam gehemmt.
Die Gäste standen sicher in der Defensive und agierten bissig in den Zweikämpfen, blieben aber bei ihren gelegentlichen Kontern harmlos. Torraumszenen waren daher Mangelware. Lediglich Schalke-Angreifer Kevin Kuranyi kam zu zwei Chancen, verpasste aber jeweils knapp das Tor (16./43.). «Wir haben keine Mittel gefunden, unser Spiel zu machen», befand Nationalspieler Gerald Asamoah. Der zuletzt starke Stürmer blieb bei seiner Rückkehr in die Startelf blass und musste nach gut einer Stunde Halil Altintop weichen.
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie zum Geduldsspiel für den UEFA-Cup-Sieger von 1997. Das Team von Coach Slomka, der neben dem rot-gesperrten Mladen Krstajic kurzfristig auch Lewan Kobiaschwili (Innenbanddehnung) ersetzen musste, leistete sich viele unnötige Ballverluste.
Die «Nobodys» aus Frankreich, die sich 28 Jahre nach ihrer Europapokal-Premiere erst zum zweiten Mal für das internationale Geschäft qualifiziert hatten, kamen nach einem misslungenen Rückpass von Gustavo Varela sogar fast zum Führungstor. Schalke-Torwart Frank Rost rettete jedoch in höchster Not (52.). Schließlich war es der in der 73. Minute für Landsmann Peter Lövenkrands eingewechselte Larsen, der nach Flanke von Kuranyi den Bann brach und den Schalkern das Tor zum Einzug in die Gruppenphase öffnete. Asamoah meinte: «Das Beste ist, dass wir zu Null gespielt haben.»
dpa
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