Donnerstag, 14. September 2006 / 23:16 Uhr
Genf - Nach dem 0:0 im Erstrunden-Hinspiel beim Schweizer Aufsteiger und Tabellenführer FC Sion kann der Bundesligist Bayer Leverkusen für die Gruppenphase im UEFA-Cup planen.
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Damit hat Leverkusen die Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne mit einem wertvollen Teilerfolg beendet. Nach einer schwachen ersten Halbzeit vor 11 000 Zuschauern in Genf hätte der Bundesliga-Achte nach einer deutlichen Leistungssteigerung sogar noch gewinnen können. Doch Neuzugang Sergej Barbarez traf eine Viertelstunde vor Schluss nur den Innenpfosten.
Leverkusens Rolfes (l) und Silveira nehmen Sions Spieler Reset in die Zange.
«Es ist weiter eine 50 zu 50-Chance», sagte Bayer-Trainer Michael Skibbe zu dem Rückspiel in zwei Wochen. «Das wird ein ganz schwerer Gang. Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich nicht wirklich zufrieden - nur in den letzten 20 Minuten.» Vor dem Auftritt in Genf, wo der FC Sion im UEFA-Pokal seine Heimspiele austrägt, hatte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gefordert: «Die dritte Runde ist unser Minimalziel.» Doch gegen den Erstliga-Aufsteiger tat sich Bayer zunächst äußerst schwer. Die dicht gestaffelte Hintermannschaft des Schweizer Pokalsiegers ließ kaum Tormöglichkeiten zu, lediglich Mannschaftskapitän Bernd Schneider (33.) und der Schweizer Tranquillo Barnetta in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgten für Gefahr.
Ansonsten boten beide Teams den Zuschauern im spärlich gefüllten Stade de Genève, in dem die deutsche Nationalmannschaft vor der WM ihr Trainingslager absolviert hatte, eine zerfahrene erste Halbzeit. Sowohl die überraschend ohne ihren ukrainischen Angreifer Andrej Woronin gestarteten Leverkusener als auch die Walliser ließen einen systematischen Spielaufbau vermissen. Die einzige Großchance der Gastgeber vergab Regazzoni (35.), dessen Kopfball am Tor vorbeiging.
Auch nach dem Wechsel war die einzige Leverkusener Spitze Barbarez zumeist auf sich allein gestellt. Ohne den verletzten U21-Nationalspieler Stefan Kießling fehlte dem Angriffsspiel des Bundesliga-Achten die Durchschlagskraft. Dafür musste auf der Gegenseite erstmals Bayer-Schlussmann Jörg Butt eingreifen, der einen Schuss des Ex-Nürnbergers Adel Chedli (46.) entschärfen konnte.
In der Folgezeit erarbeitete sich der zehnmalige Schweizer Pokalsieger ein Übergewicht. Vor allem der starke Goran Obradovic (52., 65.) zwang Butt gleich zu zwei Glanzparaden. Auf der Gegenseite konnte sich FC-Keeper Germano Vailati (72.) auszeichnen, als er bei einem Flachschuss von Paul Freier zur Stelle war. Die Schlussphase gehörte dann den Gästen. Gegen Barbarez' Flachschuss wäre Vailati machtlos gewesen - doch der Bosnier traf nur den Pfosten. Auch Freier und Barnetta hatten noch Möglichkeiten für die erst spät erwachten Leverkusener, mehr als das torlose Remis gelang aber nicht mehr.
dpa
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