Donnerstag, 14. September 2006 / 23:17 Uhr
Frankfurt/Main - Nach dem 4:0 (0:0) im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde gegen den dänischen Vizemeister Bröndby Kopenhagen hat Bundesligist Eintracht Frankfurt beste Aussichten auf den erhofften Einzug in die lukrative Gruppenphase.
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Michael Thurk hat der Eintracht mit einem Hattrick ein glanzvolles Comeback auf dem internationalen Parkett beschert. Vor 40 000 Zuschauern erzielte der in der Sommerpause vom FSV Mainz 05 zu den Hessen gewechselte Thurk zwei seiner Treffer per Strafstoß (51./71.), der dritte folgte in der 78. Minute. Den Schlusspunkt setzte Benjamin Köhler in der 90. Minute. Die Gäste beendeten die Partie mit acht Feldspielern. Henrik Kildentoft und Mark Howard sahen Rot.
Der Frankfurter Michael Thurk (l) erzielt per Foulelfmeter das 1:0.
«Davon haben wir nicht zu träumen gewagt, dass wir hier 4:0 gewinnen», sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. Mehr als elf Jahre nach dem letzten Auftritt der Frankfurter auf europäischer Bühne sahen die Zuschauer in der Commerzbank-Arena eine denkwürdige Begegnung und die Show des Michael Thurk. «Das ist ein überragendes Gefühl. Schöner geht es nicht», schwärmte der dreimalige Torschütze.
Knackpunkt der hektischen Partie war die 49. Minute: Bei einem Schuss von Thurk war Bröndy-Keeper Casper Ankergren geschlagen, Verteidiger Kildentoft nahm beim Rettungsversuch die Hand zur Hilfe. Der englische Schiedsrichter Robert Styles entschied auf Strafstoß und schickte Kildentoft zum Duschen. Sekunden später stürzte Thurk nach einem Schubser von Howard zu Boden. Styles zögerte nicht lange und zeigte auch seinem Landsmann Howard Rot. Thurk indes behielt trotz der Unruhe die Nerven, verwandelte den Handelfmeter sicher zur Führung für die Eintracht und erzielte damit sein erstes Pflichtspiel-Tor im Eintracht-Trikot.
20 Minuten später folgte der nächste große Auftritt des 30- Jährigen. Albert Streit wurde von Ankergren im Strafraum gefoult, Thurk setzte auch den zweiten Elfmeter sicher ins Netz. Nach Flanke von Streit machte der Angreifer in der 78. Minute seinen Dreierpack perfekt. «Mit dem heutigen Spiel ist er endgültig in Frankfurt angekommen», sagte Coach Funkel über den Mann des Tages.
Der eingewechselte Köhler schließlich bescherte den Frankfurtern mit seinem späten Tor die perfekte Revanche für das bittere Europapokal-Aus gegen die Kopenhagener vor 16 Jahren. Damals hatte Eintracht das Hinspiel bei Bröndby 0:5 verloren, das 4:1 im Rückspiel reichte nicht mehr zum Weiterkommen.
Diesmal gehen die Hessen mit einem deutlichen Polster in die zweite Partie in Dänemark am 28. September. Einziger Wermutstropfen: Angreifer Ioannis Amanatidis droht wegen einer Fußverletzung länger auszufallen. Der Grieche, in dieser Bundesliga-Saison mit zwei Treffern bislang einziger Torschütze der Hessen, verletzte sich kurz vor der Pause bei einem der zahlreichen harten Fouls der Dänen, musste ausgewechselt werden und wurde noch während der Partie zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.
dpa
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