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Matchwinner Trochowski köpft den Sieg gegen Bremen

Bremen - Der Kleinste war der Größte. Ausgerechnet Piotr Trochowski, der im ersten Teil des norddeutschen «Derby-Festivals» vor einer Woche im Pokal noch eine Stunde auf die Bank verbannt worden war, schoss das Tor zur gelungenen Revanche des HSV bei Werder Bremen.

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Mit seinen nur 169 Zentimetern Körpergröße ließ er Bremens Abwehr bei seinem Kopfball schlecht aussehen. Fans und Mitspieler feierten den kleinen Matchwinner nach dem 1:0 im UEFA-Cup-Hinspiel, doch der Fußball-Nationalspieler hob nicht ab. «Das Tor fühlt sich gut an, aber noch ist nichts entschieden», sagte Trochowski mit Blick auf das Rückspiel am 07. Mai und warnte: «Es ist auch gefährlich!»

Werder Bremen - Hamburger SV

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Der Hamburger Ivica Olic (Mitte) kommt gegen Tim Wiese zum Schuss.

Es war symptomatisch für das zweite von vier Nord-Derbys, dass der kleinste Mann auf dem Platz mit dem ersten Kopfballtor seiner Profi- Karriere traf und der 14 Zentimeter größere Clemens Fritz nur brav zuschaute. «Wenn man so Begleitschutz gibt, muss man sich nicht wundern», kritisierte Werder-Coach Thomas Schaaf, der an seinem 48. Geburtstag kein sportliches Geschenk bekam. Bei dem Treffer war zu sehen, «wie passiv wir waren in der ersten Halbzeit». Erst nach dem Wechsel wachten die Bremer auf, konnten den verdienten HSV-Sieg aber nicht mehr verhindern und mussten froh sein, dass sie bei Kontern nicht noch einen Gegentreffer kassierten.

«Es ist nicht so einfach, mit der Größe ein Kopfballtor zu machen», gab Trochowski grinsend zu und witzelte: «Heute war ich 2,50 Meter beim Kopfball.» Viel wichtiger als der Treffer war für den Nationalspieler indes die Reaktion auf das Pokal-Aus gegen die Bremer in der vergangenen Woche: «Wir haben eine gefestigte Truppe», versicherte Trochowski: «Die Moral im Team stimmt.» Er selbst ist der beste Beweis dafür: Im ersten von vier Nordvergleichen erst in der 61. Minute eingewechselt und schwach geblieben, war er nun neben Guy Demel, der die Flanke zum Tor schlug, der beste Mann auf dem Platz.

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«Der Sieg war sehr wichtig für unsere Seele», gab HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer zu. Und auch Trainer Martin Jol erklärte mit Genugtuung: «Wir haben gezeigt, dass wir auch nach Rückschlägen zurückkommen können.» Dem Pokal-Aus gegen Werder folgte in der Bundesliga ein 0:2 gegen Dortmund, die bisher erfolgreiche Saison schien den Hamburgern zu entgleiten. Von der Schwarzmalerei im Umfeld ließ sich der HSV nicht beeindrucken und hat deutliche Vorteile, den Einzug ins UEFA-Cup-Endspiel am 20. Mai in Istanbul zu erreichen.

Von einer Vorentscheidung mochte allerdings keiner sprechen, zu groß ist der Respekt vor den Bremern und zu knapp waren die ersten beiden Teile der «Vier-Chancen-Tournee». «Wir können uns nicht sicher sein», mahnte Jol: «Keiner denkt, dass wir schon durch sind. Das Einzige, was wir denken, ist, dass ein Auswärtstor immer wichtig ist und dass es noch besser ist, wenn der Gegner keins schießt.» Der ehemalige Werder-Spieler Frank Rost erinnerte seine Hamburger Kollegen: «Bremen hat viel Europa-Cup Erfahrung und hat schon viele Spiele gedreht.»

Um doch noch das Finale zu erreichen, müssten die Bremer im Rückspiel ohne den unverständlichen Schlendrian der ersten 45 Minuten auftreten, der das Team fast die ganze Saison begleitet. «Wir müssen begreifen, dass das Spiel aus zwei Halbzeiten besteht und in beiden Leistung zeigen», forderte der angesäuerte Schaaf. Andernfalls droht Werder ausgerechnet zwei Tage vor Schaafs zehnjährigem Dienstjubiläum als Chefcoach am 9. Mai das bittere Aus. Dann sind die in der Bundesliga abgeschlagenen Hanseaten im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen zum Siegen verdammt, um international überhaupt wieder dabei zu sein.

dpa

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