Dienstag, 5. Mai 2009 / 15:32 Uhr
Hamburg - Die Aussicht auf den Einzug ins Finale des Fußball-UEFA-Cups scheint auch den verletzten Spielern von Werder Bremen und des Hamburger SV Beine zu machen.
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Vor dem mit Spannung erwarteten Halbfinal-Rückspiel der Nord-Clubs am 7. Mai haben sich sowohl Bremens Spiellenker Diego und dessen Mittelfeld-Kollege Mezut Özil als auch HSV-Torjäger Mladen Petric zurückgemeldet. Diego und Özil, die wegen leichter Rückenschmerzen im jüngsten Bundesliga-Spiel gegen Köln pausiert hatten, trainierten wieder mit der Mannschaft. «Der erste Eindruck war positiv, wir hoffen, dass es so bleibt», sagte Trainer Thomas Schaaf über die Rückkehr des Duos. Offen ist weiterhin der Einsatz von Hugo Almeida.
Für Unruhe an der Weser sorgen aber weiter Gerüchte, Bayern München könnte den Bremern den Ballzauberer abspenstig machen. Nach Medienberichten steht angeblich Franck Ribéry auf der Einkaufsliste von Manchester United. Sollte der Franzose die Bayern tatsächlich verlassen, wird Diego als Ersatz beim deutschen Rekordmeister gehandelt. Mit diesem Szenario will sich Trainer Thomas Schaaf, der am 10. Mai sein zehnjähriges Dienst-Jubiläum bei den Bremern begeht, vor dem hanseatischen UEFA-Cup-Duell allerdings nicht auseinandersetzen. Diegos Vertragslaufzeit in Bremen bis 2011 ist zumindest ein Pfand, mit dem sich beim Ablösepoker wuchern lässt.
Wer Diegos Kreise im UEFA-Cup-Rückspiel in Hamburg einengen soll, ist noch offen. Im Hinspiel stand ihm zumeist Landsmann Alex Silva auf den Füßen. Der HSV-Brasilianer laborierte zuletzt an einer Oberschenkelzerrung, wird aber voraussichtlich zum Spiel fit sein. Besonders glücklich scheint er über das Wiedersehen mit seinem Landsmann jedoch nicht zu sein. «Ich habe ihm gesagt, dass ich sein Gesicht nicht mehr sehen kann, aber wir haben ja noch zwei Spiele vor uns», lautete Silvas Resümee nach dem Hinspiel vor Wochenfrist. Nach dem Rückspiel im UEFA-Cup treffen sich beide Teams drei Tage später in Bremen im Kampf um Bundesliga-Punkte erneut. Es ist dann das vierte Duell binnen 19 Tagen.
Sein Comeback nach zweiwöchiger Verletzungspause will HSV-Stürmer Petric geben. «Ich hatte keine Probleme», lautete Petric' Fazit nach der ersten Trainingseinheit mit der Mannschaft. Der 28-Jährige hatte sich im DFB-Pokalspiel gegen Werder vor knapp zwei Wochen eine tiefe Risswunde am Schienbein zugezogen, die mit acht Stichen genäht werden musste. Die Wunde wird notfalls mit einer gepolsterten Carbon-Schiene geschützt. Petric soll seinen kroatischen Landsmann Ivica Olic in der Offensive unterstützen, denn Paolo Guerrero fällt nach der dritten Gelben Karte aus. In Bundesliga, DFB- und UEFA-Pokal hat Petric 20 Tore erzielt und liegt mit Olic gleichauf. «Es wird Zeit, dass er wieder spielt», meinte Jol.
Egal, wer das Finale am 20. Mai im Sükrü-Saracoglu-Stadion von Istanbul erreicht - bei der Wahl der Kleiderordnung hat der deutsche Verein bereits verloren. Die UEFA hat den Sieger des ukrainischen Vorschlussrunden-Duells Schachtjor Donezk gegen Dynamo Kiew (Hinspiel 1:1) als «Heimmannschaft» bestimmt. Folglich dürfen die Ukrainer in ihren Stamm-Trikots auflaufen und die Kabine des dort beheimateten 17-fachen türkischen Meisters Fenerbahçe Istanbul in Besitz nehmen.
dpa
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