Freitag, 8. Mai 2009 / 14:20 Uhr
Hamburg - Der tragische Held Diego tanzte mit der Eckfahne, Tim Wiese erklärte das HSV-Stadion zu seinem Wohnzimmer und die gescheiterten Hamburger verkrochen sich in den Katakomben.
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Die Pokal-Spezialisten von Werder Bremen waren nach dem 3:2-Krimi und dem erstmaligen Erreichen des UEFA-Cup-Endspiels außer Rand und Band, auch wenn sie in Istanbul am 20. Mai ohne den abwanderungswilligen Diego antreten müssen. «Das ist eine Katastrophe», schimpfte Werders Manager Klaus Allofs. «Ich finde es unmöglich, Gelb zu geben, da wurde provoziert und dann eine Kollektivstrafe verhängt. Das ist ein Skandal.» In seiner Rage kündigte er an, möglicherweise noch rechtliche Schritte einzuleiten, Trainer Thomas Schaaf bewertete diese am Freitag aber als aussichtslos.
«Ob mit oder ohne Diego: Wir gewinnen das Finale. Natürlich ist es bitter, aber wir holen jetzt die Pötte», sagte Torhüter Wiese, der mit «Wiese für Deutschland»-Sprechchören von der Bremer Fankurve noch lange nach Spielschluss gefeiert wurde und auf ein furioses Saisonfinale mit Siegen im DFB- und UEFA-Pokal hofft. Trotz des Dementis von Werder wird Diegos Wechsel zu Juventus Turin in Italien bereits bejubelt. «Juve Diegoool. Der brasilianische Star ist der erste Coup für den Juve-Neuanfang», titelte «Tuttosport».
Zum Finale gegen das mit Brasilianern gespickte Schachtjor Donezk will Diego zum Abschied mitfliegen. «Ich bin sehr enttäuscht, es ist der Höhepunkt, aber die Mannschaft wird auch ohne mich gewinnen», versprach Diego, der gegen den HSV erneut der beste Mann auf dem Platz war.
Fehlen wird am Bosporus neben dem ebenfalls Gelb-gesperrten Hugo Almeida mit Sicherheit auch Per Mertesacker, der sich im 100. Nordderby einen Bänderriss zuzog. Trotz aller Rivalität hatte Torsten Frings Mitleid mit dem erneut düpierten HSV: «Ich denke, die Hamburger haben im Hinspiel ein bisschen zu viel gefeiert. Es tut mir leid, dass sie in zwei Wochen alles verspielt haben.»
Der gefrustete HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann gab nach dem zweiten verspielten Titel zu: «Das werden wahrscheinlich viele erst in Jahren realisieren, welche Chance wir heute nicht genutzt haben. Das ist ein harter Schlag.» Er wollte die Papierkugel, die den von Michael Gravgaard gespielten Ball zur entscheidenden Ecke ablenkte und zum 1:3 führte, nicht als Ausrede gelten lassen. Es fehle das Prozent, das notwendig sei, um solche Spiele gewinnen zu können oder zu wollen. «Natürlich haben wir Riesenträume gehabt», gab der frustrierte Piotr Trochowski zu.
dpa
2 Kommentare | Kommentare verstecken
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
1. hans schrieb am 08.05.2009 um 17:54:40:
Geile Bilder von den grandiosen Sieg der Werderaner gegen den HSV
2. kurdistan schrieb am 10.05.2009 um 16:17:40:
scheiß hamburd die ****nsone pkk kurdistan
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