Donnerstag, 21. Mai 2009 / 15:08 Uhr
Istanbul - Fragen an Werder Bremens Geschäftsführer und Sportdirektor Klaus Allofs nach der Niederlage im Finale des UEFA-Cups:
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Woran hat es gelegen, dass Werder ausgerechnet im Endspiel so schwach gespielt hat?
«Viele Spieler sind mit der Situation nicht zurechtgekommen. Sie waren nervöser, als man das gedacht hatte, und sind hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. Aber es sind viele junge Spieler dabei, die so eine Situation nicht gekannt haben. Das Ärgerliche ist, dass wir gewonnen hätten, wenn wir komplett gewesen wären. Das ist heute klar geworden.»
Hätten Sie sich von den Älteren mehr Unterstützung erwartet?
«Ja, insgesamt waren wir nicht so auf der Höhe. Wir können das viel besser spielen.»
Wie haben Sie Mesut Özil gesehen?
«Ich kann Mesut nicht böse sein, so ein Spiel gehört zur Entwicklung dazu. Mesut kann das viel besser spielen. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, was er alles kann. Heute hat er es nicht umsetzen können. Ich glaube, dass es beim nächsten Endspiel besser wird. Da haben wir wieder andere Möglichkeiten. Dann ist Diego wieder dabei, und mit Hugo haben wir andere Möglichkeiten im Sturm.»
Kann man die Niederlage so schnell verarbeiten?
«Heute kann man Tränen vergießen. Aber die Welt geht weiter. Jetzt wollen wir die nächste Möglichkeit nutzen, um einen Pokal zu holen.»
Es wirkte, als hätten sie versucht, die Spieler gleich wieder aufzubauen, weil sie noch ein Finale haben?
«Deshalb sind wir gleich auf dem Platz zusammengekommen, um das in die Köpfe zu kriegen. Man muss schauen, dass man nicht zu enttäuscht ist und darüber vergisst, was in den kommenden Tagen ansteht. Man darf traurig sein, aber morgen geht es weiter.»
Zunächst müssen Sie noch in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg antreten...
«Die Wolfsburger haben gelegen, die Beine hoch, und haben sich die Hände gerieben, als es in die Verlängerung ging. Dass wir da in der Außenseiterrolle sind, muss ich nicht erwähnen. Wir werden aber alles versuchen. Wir müssen sehen, wie wir das verkraftet haben. Wir werden keinen Ausflug nach Wolfsburg machen.»
Aufgezeichnet von Michael Rossmann, dpa
dpa
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