Mittwoch, 27. September 2006 / 12:32 Uhr
Kopenhagen - Trotz eines komfortablen 4:0-Polsters nimmt Eintracht Frankfurt den Betriebsausflug zum UEFA-Cup-Rückspiel nach Kopenhagen nicht auf die leichte Schulter.
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Trainer Friedhelm Funkel hat seine in dieser Saison noch ungeschlagene Mannschaft vor der Partie beim dänischen Vizemeister Bröndby IF auf einen heißen Tanz eingeschworen. «Die werden uns von Beginn an attackieren und noch härter zur Sache gehen als im Hinspiel. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und müssen ein frühes Gegentor vermeiden», forderte Funkel volle Konzentration.
Michael Thurk versenkt im Hinspiel einen Elfmeter - insgesamt traf er drei Mal.
Die Tür zur Gruppenphase, die am 3. Oktober in Nyon ausgelost wird, steht für die Frankfurter bei ihrem internationalen Comeback nach elfeinhalb Jahren weit offen. «Jetzt müssen wir auch durchgehen. Wir wollen ihnen nicht den Hauch einer Chance lassen. Sie sollen gar nicht daran denken, den Spieß noch umdrehen zu können», erklärte Funkel.
Der 52-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, was im Fußball möglich ist. Immerhin war Funkel vor zwanzig Jahren beim legendären 7:3 von Bayer Uerdingen gegen Dynamo Dresden mit von der Partie, «als uns in einer Halbzeit sechs Tore gelungen sind». Und dann ist da als Warnung noch das 0:5 der Eintracht gegen Bröndby aus dem Jahr 1990. «Wir müssen hellwach sein und dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen», forderte der Eintracht-Coach.
Bei seinen Schützlingen ist Funkel mit seinen mahnenden Worten auf offene Ohren gestoßen. «Natürlich haben wir die Gruppenphase im Hinterkopf, aber für das 4:0 können wir uns noch nichts kaufen. Das ist lediglich ein gutes Polster und gibt uns eine gute Portion Selbstvertrauen», sagte Abwehrspieler Christoph Spycher.
Deshalb gibt es beim Tabellen-Achten der Fußball-Bundesliga niemanden, der ernsthaft am Gelingen der Mission zweifelt. «Wir fliegen dort hin, um uns für die Gruppenphase zu qualifizieren. Wenn wir im Kopf klar sind, dürfte nichts mehr anbrennen. Nur wenn wir denken, dass die Sache gelaufen ist, kann es noch einmal gefährlich werden», sagte Michael Thurk.
Der Dreifach-Schütze aus dem Hinspiel erwartet im regnerischen Kopenhagen nicht nur wegen der herbstlichen Temperaturen einen stürmischen Abend. «Die werden von Beginn an nach vorne rennen und wieder sehr aggressiv spielen. Am besten, wir erzielen gleich ein Tor, dann ist Ruhe», sagte der Blondschopf.
dpa
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