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FCN: In 90 Minuten zum Aufstieg - Prasnikar geht

München - Für den 1. FC Nürnberg sind es nur noch 90 Minuten bis zur Bundesliga - und für Bojan Prasnikar endet mit dem Schlusspfiff des Relegationsspiels die Amtszeit bei Energie Cottbus.

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Der 56-Jährige wird in der Auswärtspartie beim «Club», wo die Lausitzer nach dem 0:3 im Hinspiel nur noch auf ein Fußball-Wunder hoffen können, zum letzten Mal auf der Bank der Cottbusser Platz nehmen. «Prasnikar hat im Sinne eines sportlichen Neustarts für den FC Energie Cottbus darum gebeten, sein Vertragsverhältnis zu beenden», sagte Präsident Ulrich Lepsch. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Freude

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Nürnbergs Torhüter Schäfer (l.) bejubelt mit seinen Kollegen den Hinspiel-Sieg.

Das Ende der Amtszeit von Prasnikar, der den FC Energie seit September 2007 trainierte, wirkt, als hätten die Gäste die Flinte schon vor dem Anpfiff ins Korn geworfen. Doch in Sicherheit wiegen lassen wollen sich die Franken nicht, denn ein Jahr nach dem Abstieg soll mit dem Rekordaufstieg der große Traum erfüllt werden. «Wir werden uns nicht einlullen lassen», versprach Coach Michael Oenning, dessen Team nach dem klaren Erfolg in der Lausitz mit breiter Brust in das letzte Spiel einer harten und wechselhaften Saison geht. «Wir bestimmen, was wir zulassen oder auch nicht. Wenn Cottbus mit Hurra- Fußball nach vorne rennt, ist das nicht klug.»

Ob Hurra-Fußball oder nicht: Die Gäste sind auf jeden Fall bestrebt, nach der peinlichen Pleite vor heimischem Publikum eine bessere Figur abzugeben. «Wir müssen mit frischen Leuten in das Spiel gegen Nürnberg gehen. Unser Plan ist, mit frischen Leuten ein anderes Tempo zu machen», kündigte Gäste-Trainer Bojan Prasnikar an. Seine Hoffnung: Ein frühes Tor und dadurch nervöse Platzherren. «Ich hoffe, dass wir unsere Chancen besser nutzen.» Doch gerade im Angriff drückt der Schuh. Emil Jula erlitt im Hinspiel einen Muskelfaserriss und fehlt ebenso wie Dimitar Rangelow (Bänderdehnung), Branko Jelic (Adduktorenbeschwerden) und Adi Filho (Kreuzbandanriss) zum Saisonfinale. Im Sturm steht daher wohl nur der 20-jährige Nils Petersen zur Verfügung, der erst drei Bundesliga-Minuten Erfahrung hat.

Unaufgeregt bezogen die Nürnberger nach dem Abschlusstraining ihr Vorbereitungsquartier. Zwar muss auch das Spiel gegen die Lausitzer erstmal gespielt werden, aber es müsste schon mit dem Teufel zu gehen, wenn man den Aufstieg doch noch verspielen sollte. «Wir müssen höllisch aufpassen», warnte dennoch Mittelfeldmotor Peer Kluge. 1986 holte Borussia Dortmund einen Zwei-Tore-Rückstand gegen Fortuna Köln auf, aber das Polster der Franken ist beruhigender. Bei einem «Club»-Treffer müsste Cottbus wegen der angewandten Europapokal-Arithmetik gar schon fünf Tore für das Wunder schießen - eine Verlängerung gibt es nur bei einem 3:0 für Energie.

An einen Patzer denkt Oenning nicht mehr. «Ich glaube das nicht, wir spielen zu Hause, haben ein ausverkauftes Haus», sagte der 43 Jahre alte Coach. Personell sieht es unverändert aus. Ohne Blessuren und Sperren war sein Team aus dem Stadion der Freundschaft zurückgekehrt.

In Cottbus war die Stimmung dagegen im Keller - und die ersten Profis wollten schon vorzeitig in die Sommerferien. Allerdings verbot der Club den Bulgaren Stanislaw Angelow (Leisten-Beschwerden) und Rangelow den früheren Urlaubsstart. Erst nach einem Abendessen nach dem Spiel werden die Akteure in die Pause entlassen. Nach Verletzungen werden wohl Dennis Sörensen und Vragel da Silva erstmals wieder in die Startformation zurückkehren.

1. FC Nürnberg: Schäfer - Diekmeier, Reinartz, Pinola, Bieler - Mnari - Kluge, Mintal, Gygax - Eigler, Boakye

Energie Cottbus: Tremmel - da Silva, Cvitanovic, Atan, Ziebig - Kukielka, Rost - Sörensen, Skela, Shao - Petersen

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. avrwrozjr schrieb am 20.11.2012 um 23:08:12:

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