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Bayer-Arbeitssieg dank Ramelow und Schneider

Leverkusen - Kapitän Carsten Ramelow und Nationalspieler Bernd Schneider haben Bayer Leverkusen auf Kurs gebracht und vor einer neuerlichen Blamage im UEFA-Pokal bewahrt.

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364 Tage nach der Erstrunden-Schmach von Sofia machte es das Bayer-Team diesmal besser und erreichte mit einem 3:1 (0:0) gegen den FC Sion die lukrative Gruppenphase. Zwei Wochen nach der Nullnummer in der Schweiz gewann der UEFA-Cup-Sieger von 1988 das Rückspiel in der Bay-Arena trotz einer langen Zeit schwachen Vorstellung dank der Tore von Andrej Woronin (62.) und Ramelow (76.) sowie einem Foulelfmeter von Bernd Schneider (86.) doch noch souverän. «Es war ein tolles Spiel. Das kann einen Schub für die Bundesliga geben, aber wichtig ist, dass wir im UEFA-Cup weiter dabei sind», sagte Trainer Michael Skibbe.

Bayer Leverkusen - FC Sion

Die Leverkusener Freier (2.v.l.) und Haggui (l) imj Duell mit Sions Obradovic.

Vor 21 500 Zuschauern vergaben die Leverkusener in ihrem 115. Europacup-Spiel viele hochkarätige Möglichkeiten sträflich und standen nach dem Ausgleichs-Treffer durch Gelson Fernandes (75.) vor dem Aus. Doch nachdem Sions Virgile Reset nach wiederholtem Foulspiel (80.) die Gelb-Rote Karte sah, dann auch noch Carlos Kali (86.) nach einer Notbremse an Woronin vom Feld musste und Schneider den fälligen Elfmeter sicher verwandelte, war Bayer am Ziel. «Es ist wichtig, auch für den deutschen Fußball, dass wir drin geblieben sind. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele», sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Leverkusen begann nervös, hatte aber gegen die defensiv eingestellten Schweizer mehr vom Spiel. Besonders Paul Freier sorgte mit seinen Fernschüssen für Gefahr. Die Hausherren mühten sich redlich, doch das Team aus dem Wallis stand in seinem 50. Europacup-Spiel in der Abwehr sicher. Der erste Defensivfehler des Erstliga-Aufsteigers bescherte Bayer dann die bis dahin größte Chance. Doch Woronin (31.) zielte knapp am Pfosten vorbei. Der Ukrainer vergab kurz vor der Pause dann eine erneute Gelegenheit. Nach dem ersten gelungenen Spielzug der Gastgeber verzog der Stürmer leichtfertig. Trainer Skibbe schlug auf der Bank verzweifelt die Hände vor das Gesicht.

Unmittelbar nach der Pause ging es zunächst kläglich weiter. Schneider vergab nach wenigen Sekunden die ersten Möglichkeit, da sein Schuss viel zu schlecht platziert war. Danach wurden die Leverkusener besser, die Schweizer waren gleich im Minuten-Takt im Glück. Zunächst scheiterte der Brasilianer Juan mit einem Kopfball am reaktionsschnellen Germano Vailati, dann parierte der Torhüter gegen Woronin, ehe er noch einmal mit einem Reflex gegen Juan rettete.

Ausgerechnet der Keeper wurde dann zum tragischen Helden. Simon Rolfes legte für Woronin auf, der Ukrainer traf aus 15 Metern, hatte aber Glück, denn sein Schuss war nicht unhaltbar. In der 66. Minute vergab dann der vom HSV gekommene und von Trainer Skibbe kritisierte Sergej Barbarez eine glasklare Gelegenheit schon beinahe fahrlässig. Und dann kam es so, wie es kommen musste: Völlig freistehend traf Fernandes per Kopf. Doch im Gegenzug machte Ramelow mit einem Schuss aus spitzem Winkel alles klar. Danach brachen die Schweizer zusammen, Leverkusen hatte leichtes Spiel und Schneider krönte seine starke Vorstellung mit seinem Elfmeter-Tor.

dpa

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