Donnerstag, 25. Juni 2009 / 13:40 Uhr
Berlin - Mit dem Trainingsstart bei Hertha BSC schwingen Lucien Favre und Michael Preetz nun auch offiziell das Zepter als neue sportliche Führung des Fußball-Bundesligisten.
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Der zum Geschäftsführer beförderte Preetz nahm nach dem Aufgalopp den Platz neben dem Trainer ein, den zuvor ein Dutzend Jahre lang der abgetretene Manager Dieter Hoeneß besetzt hatte. Während Favre nach Hoeneß' Abschied auf einer Wellenlänge mit Preetz funkt, gibt es Kommunikationsstörungen zum noch im Urlaub weilenden Josip Simunic. Der Kroate bekräftigte im «kicker», dass er sich auch einen Wechsel innerhalb der Bundesliga vorstellen kann.
«Ich habe auch in den Ferien mit ihm geplant», betonte Favre, der von Simunic aber weder auf einen Anruf noch auf eine SMS eine Antwort bekam. Dafür hatte Preetz Kontakt zum Innenverteidiger und habe ihm Herthas Standpunkt klar gemacht. «Wir möchten ihn behalten, das ist klar. Der Trainer wird Gelegenheit haben, ab dem 6. Juli mit ihm zu sprechen», so Preetz. Dann wird Simunic im Training zurückerwartet.
Bis zum 30. Juni greife noch eine Klausel, wonach der 31-Jährige für festgeschriebene sieben Millionen Euro gehen darf, danach wäre die Ablöse frei verhandelbar. Doch für weniger Geld will Hertha, die fünf Millionen Euro als Transfer-Überschuss erwirtschaften will, den Innenverteidiger nicht ziehen lassen. Preetz bestätigte eine Anfrage des Hamburger SV. Kolportiert wird auch Interesse aus Hoffenheim, von wo aus der bisher einzige Hertha-Zugang» Christoph Janker kam. Laut Favre besitze Simunic sein Vertrauen: «Er hat zwei gute Saisons gemacht und ist ein wichtiger Spieler bei mir.»
Neben Simunic fehlten zum Start Kapitän Arne Friedrich, die U 21- EM-Teilnehmer Patrick Ebert und Gojko Kacar sowie Pal Dardai, Fabian Lustenberger, Waleri Domowtschijski und Amine Chermiti. Das erste Testspiel steigt am 4. Juli bei Rot-Weiß Prenzlau, am 10. Juli beginnt wieder ein Trainingslager im österreichischen Stegersbach.
Vor der Leichtathletik-WM starten die Berliner am 8. August mit einem Heimspiel in die Saison. Nach dem Abgang von Hoeneß sowie der Stürmer Marko Pantelic und Andrej Woronin, für die man Ersatz sucht, sei die Euphorie in der Hauptstadt weiter groß, betonte Preetz. Mit fast 12 000 abgesetzten Tickets laufe der Dauerkartenverkauf nach Rang vier in der Vorsaison besser als in den Vorjahren. «Es war eine Super-Saison. Wir wollen weitermachen, aber jeder weiß: Es ist sehr schwierig, diese Saison zu wiederholen», sagte Favre.
dpa
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