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Energie sagt Testspiel wegen NPD-Demo ab

Cottbus - Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus hat ein Testspiel im brandenburgischen Storkow wegen einer gleichzeitig stattfindenden NPD-Demonstration abgesagt.

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Während der Fußball-Zweitligist die Entscheidung mit der nicht gewährleisteten Sicherheit begründete, reagierte der gastgebende Verein Germania Storkow mit Unverständnis und Kritik. «Wir hätten gerade erwartet, dass Energie Rückgrat zeigt», sagte Storkows Club-Vorsitzender Johann Kney. Germania hatte das Fußball-Fest am 4. Juli unter das Motto «Mit Energie für Toleranz» gestellt. «Wenn die NPD hier schon demonstriert, dann ist es doch eine Chance für den Sport zu zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen», betonte Kney.

Absage

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Energie Cottbus hat ein Sspiel aufgrund einer angekündigten NPD-Demo abgesagt.

Nach der Absage von Energie macht sich Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer stark für das Fußball-Fest. «Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man kneift. Wir werden auf jeden Fall ermöglichen, dass gespielt wird», sagte Speer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Speer, zugleich Präsident des Regionalligisten Babelsberg 03, kündigte nun eine gemeinsame Mannschaft Cottbus/Babelsberg an, die am Samstag trotz NPD-Demo bei Germania Storkow antritt. «Es kann nicht sein, dass etwas abgesagt wird. Die Polizei ist instruiert. Es muss für alle die Sicherheit gewährleistet sein», sagte Speer.

In einem offenen Brief hatte zuvor der NPD-Landesvorsitzende Klaus Beier den Verein Germania angegriffen und aufgefordert, das Motto des Fußball-Fests zu ändern. Zugleich rief die Partei, die in Storkow bei den Kommunalwahlen 2008 im Landkreis Oder-Spree 7,3 Prozent der Stimmen bekommen hatte, zur Demonstration auf. «Sollte sich der Vorstand von Germania Storkow noch zeitnah dazu entschließen können, ein dem sportlichen Anlass angemessenes Motto zu wählen, dann ist der Landesvorstand der Brandenburger Nationaldemokraten gerne gesprächsbereit, damit das Fußball-Fest doch noch auf der rein sportlichen Ebene zelebriert werden kann», heißt es in dem NPD-Brief.

Trotz einer Lagebesprechung vor Ort zu Wochenbeginn, bei der laut Kney Polizei, Landeskriminalamt (LKA) und lokale Politiker die Sicherheit gewährleistet gesehen hätten, entschloss sich Energie zur Absage. «Es gibt freien Eintritt, jeder kann ins Stadion. Es ist nicht gewährleistet, dass es ein Fußballspiel geben kann, das nur unter sportlichem Aspekt abläuft», entgegnete Energie-Sprecher Ronny Gersch. Antreten wird eine Traditions-Mannschaft unter anderen mit dem ehemaligen DDR-Star Jürgen Sparwasser gegen Storkows «Oldies».

dpa

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