Mittwoch, 1. Juli 2009 / 18:22 Uhr
Kiew - Eine Woche nach einem dramatischen Appell des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko hat das Parlament in Kiew dringend benötigtes Geld für die Fußball-EM 2012 freigegeben.
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Die Oberste Rada habe trotz der Finanzprobleme der Ex-Sowjetrepublik insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 923 Mio Euro) für Infrastrukturmaßnahmen bewilligt, meldete die Agentur Interfax. Das Geld werde vor allem für den Ausbau von Flughäfen, Straßen und der Eisenbahn genutzt, sagte ein Mitarbeiter des Organisationskomitees für die Europameisterschaft. Juschtschenko hatte der Regierung vorgeworfen, durch ihre Finanzpolitik die gemeinsam mit Polen geplante Ausrichtung der EM zu gefährden.
Konkret rügte das Staatsoberhaupt den schleppenden Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Von den in diesem Jahr für Verkehrsprojekte eingeplanten rund 239 Millionen Euro seien nur knapp über 10 Prozent ausgegeben worden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte wiederholt einen schnelleren Bau von Sportstätten, Straßen und Hotels in den Veranstalter-Ländern angemahnt. In Polen sagte Regierungschef Donald Tusk am Mittwoch, er rechne mit einem Bau der Autobahn A2 von der deutsch-polnischen Grenze über Posen nach Warschau noch vor EM-Beginn. Der Ausbau der 106 Kilometer langen Strecke, die derzeit als Verkehrsengpass gilt, soll rund 1,5 Milliarden Euro kosten.
dpa
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