Meldung

Nicht nur Sparringspartner: VfB will sich beweisen

Stuttgart - Bei seiner Rückkehr in die Schwergewichtsklasse des europäischen Fußballs sieht sich der VfB Stuttgart längst nicht nur als Sparringspartner für die Großen der Branche. «Das wird eine große Herausforderung für unser ganzes Team und besonders für unsere jungen Spieler.

anzeige

Aber ich glaube, dass wir die Qualität haben, auch gegen namhafte Gegner zu bestehen», sagte VfB-Sportvorstand Horst Heldt nach dem 0:0 im Play-Off-Rückspiel gegen den rumänischen Vizemeister FC Timisoara. Damit machten die Schwaben nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel ihre vierte Champions-League-Teilnahme perfekt und sicherten sich garantierte Zusatzeinnahmen von rund 15 Millionen Euro. «Wir freuen uns sehr darüber, aber wir besitzen auch die Arroganz zu sagen, dass es unser Anspruch ist, eine Chance wie heute zu nutzen. Und ein bisschen Arroganz tut uns in dem Fall ganz gut», meinte Heldt.

Zweikampf

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Stuttgarter Ludovic Magnin (r) stürzt mit Timisoaras Arman Karamyan zum Ball.

Aber bereits in der Vorrunde müssen die Schwaben ihre Schlagkräftigkeit unter Beweis. «Wir werden zwei Knallergegner bekommen», sagte Heldt mit Blick auf mögliche Kontrahenten wie Titelverteidiger FC Barcelona und Manchester United in Topf 1 sowie Real Madrid und Inter Mailand, die in Topf 2 warten.

Trotz großen Respekts will sich der Bundesligist bei seiner dritten Zugehörigkeit zu dem erlesenen Kreis aber weniger hemdsärmlig präsentieren als noch beim sang- und klanglosen Vorrunden-Aus vor zwei Jahren. «Ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben», sagte Heldt. Mut schöpfte der Manager aus der Souveränität im Nervenspiel gegen Nobody Timisoara. «Die Gegner werden natürlich nicht leichter, aber heute haben die Spieler das schon sehr cool gemacht und nichts anbrennen lassen», bilanzierte Heldt nach der ungefährdeten, aber auch glanzlosen Null-Tore-Diät gegen die harmlosen Rumänen.

Bildergalerie

LeftGallery
RightGallery

Für Teamchef Markus Babbel ging «ein Traum für die Fans und den ganzen Verein in Erfüllung. Die Jungs haben Außergewöhnliches geleistet und die Aufholjagd des letzten halben Jahres jetzt gekrönt», schwärmte der 36-Jährige, der die Mannschaft im November vergangenen Jahres übernahm und von Platz elf auf Rang drei in der abgelaufenen Bundesliga-Saison geführt hatte. Bei noch parallel laufender Trainer-Ausbildung in Köln wird er nun bald sein Debüt als Champions-League-Coach geben. Ein Sonderlob gab es dafür von Heldt: «Das ist auch für unser Trainerteam eine Wahnsinnsgeschichte. Markus leistet exzellente Arbeit. Er ist ja nicht immer vor Ort. Das ist sicher nicht immer einfach, aber es läuft sensationell, weil er sich auf seine Co-Trainer verlassen kann.»

Damit die Stuttgarter bei ihrem dritten Vorstoß in Europas Fußball-Geldadel innerhalb von sechs Jahren nicht erneut Lehrgeld bezahlen, wird aber auch hinter den Kulissen noch mit Hochdruck gearbeitet. Durch den monatelangen Ausfall von Martin Lanig (Kreuzbandriss) sieht Heldt noch dringenden Handlungsbedarf auf der «Sechser»-Position und will daher einen Teil der nun sicheren Millionen-Einnahmen noch bis zum Transferschluss am 321. August investieren. «Wir werden unsere Gespräche intensivieren», kündigte der 39-Jährige an. «Dass wir jetzt Klarheit haben, gibt uns mehr Freiheiten.»

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Gerhard Delling: Die haben den Blick für die Orte, wo man sich die Seele hängen und baumeln lassen kann.