Dienstag, 29. September 2009 / 17:12 Uhr
Johannesburg - Ein Dreivierteljahr vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika geht der Machtkampf im nationalen Fußballverband SAFA auch nach den Präsidentschaftswahlen weiter.
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Auf einer Pressekonferenz in Johannesburg zweifelte der Profi-Ligaverband PSL die Rechtmäßigkeit der Wahl von Kompromisskandidat Kirsten Nematandani an. Sie sei illegitim und nicht verfassungskonform. Nematandani war am 26. September einstimmig als Nachfolger des scheidenden Präsidenten Molefi Oliphant ins Amt gewählt worden, nachdem WM-OK-Chef Irvin Khoza und der rivalisierende WM-OK-Geschäftsführer Danny Jordaan ihre Bewerbungen zurückgezogen hatten.
Der Weltfußballverband FIFA hatte sich zuvor öffentlich besorgt darüber geäußert, dass der Machtkampf die Vorbereitungen für das Turnier behindern könnte. Die Konkurrenten für den SAFA-Chefposten hatten sich seit Wochen bekämpft. Anhänger beider Lager lieferten sich dabei mitunter sogar handgreifliche Auseinandersetzungen.
Auf der chaotisch verlaufenen Pressekonferenz betonte die PSL in einer Erklärung, Wahlleiter Ralph Zulman habe mit Blick auf Zweifel an den Kandidaturen von Jordaan und Khoza zunächst eine Vertagung der Entscheidung beschlossen. Damit hätte die Versammlung jedoch nicht mehr rechtmäßig abstimmen können. Der PSL-Vorsitzende Khoza gilt als eigentlicher Verlierer des Wahl-Deals, der weder ihn noch Konkurrent Jordaan, dafür aber den Vorsitzenden der SAFA-Schiedsrichterkommission Nematandani überraschend ins Amt brachte.
Ein 50-köpfiges Expertenteam der FIFA und des Nationalen Organisationskomitee prüft zur Zeit den Stand der fünf neuen Stadien und will seine Inspektion am 29. September in Johannesburgs umgebauten Soccer City-Stadion beenden.
dpa
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