Mittwoch, 30. September 2009 / 18:35 Uhr
Bremen - Mit Startelf-Rückkehrer Mesut Özil und dem Schwung aus zehn unbesiegten Spielen will Werder Bremen seinen Aufwärtstrend gegen Athletic Bilbao fortsetzen.
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Ein Heimsieg gegen den wohl stärksten Gruppengegner und der Einzug in die erste K.o.-Runde der Europa League wäre nur noch Formsache, so zumindest lautet die Rechnung von Werder-Kapitän Torsten Frings. «Sechs Punkte das kann für uns schon die halbe Miete fürs Weiterkommen sein», sagte der Mittelfeldrenner vor der Partie gegen den Tabellensechsten der Primera Division. Ohnehin müsse es das Ziel sein, im heimischen Weserstadion alle Spiele zu gewinnen. Trainer Schaaf mahnte zuvor, dass die Partie kein «Selbstläufer» sei, sagte aber auch: «Es ist unser Anspruch, weiterzukommen.»
Den achtmaligen spanischen Meister, in dessen Reihen nur Basken spielen, hat Frings nicht als «Kloppertruppe», sondern als spielstarkes Teams ausgemacht: «Die werden sich nicht verstecken und hinten reinstellen.» Genau daraus will das Kreativ-Ensemble von Werder-Coach Thomas Schaaf Profit ziehen. Denn in Özil ist wieder der Taktgeber fit, der wie der zuletzt aufblühende Aaron Hunt sich bietende Räume bestens zu nutzen weiß, um Torjäger Claudio Pizarro in Szene zu setzen. Sollte dieses Konzept nicht aufgehen, hat Frings im Duell der beiden Auftaktsieger (Bremen 3:2 bei Nacional Funchal, Bilbao 3:0 gegen Austria Wien) noch ein anderes Rezept parat: «So eine Mannschaft kann man niederkämpfen, vielleicht ist das das Entscheidende in so einem Spiel.»
Allerdings fallen gegen das Ex-Team von Bayer Leverkusens Trainer Jupp Heynckes, der gleich zweimal die Basken betreut hatte, zwei «Kämpfer» aus. Linksverteidiger Sebastian Boenisch muss wegen einer Oberschenkelprellung passen, Mittelfeldspieler Tim Borowski fehlt wegen Rückenbeschwerden. «Dann müssen eben zwei andere Stammspieler ran», sagte Schaaf, der wohl Hunt auf der linken Seite der Werder- Raute aufbieten wird. Für Boenisch könnte Petri Pasanen ins Team rücken. Eine Schrecksekunde hatte Frings zu überstehen: Der Routinier brach nach einem Zweikampf mit Naldo das Training ab, weil er einen Schlag auf den Fuß bekam. «Es ist nicht so schlimm. Ich denke, dass ich spielen werde», beruhigte Frings aber.
Nach zehn Partien ohne Niederlage und dem Sprung auf Rang fünf in der Bundesliga nehmen die Bremer, immerhin Finalist der Vorsaison, «ein positives Gefühl» (Frings) in die Begegnung mit. Geschäftsführer Klaus Allofs warnte aber davor, die Spanier, die nach einem starken Saisonstart in der Liga zuletzt zweimal verloren, auf die leichte Schulter zu nehmen: «Gegen die müssen wir höllisch aufpassen. Unsere Scouts haben sie oft angeschaut und waren beeindruckt.» Das allerdings dürfte auch für die Gegenseite gelten.
Voraussichtliche Aufstellungen:
Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Bargfrede, Hunt - Özil - Pizarro, Marin
Athletic Bilbao: Iraizoz - Iraola, Ustaritz, Amorebieta, Koikili - Javi Martinez, Gurpegui - David Lopez, Susaeta - Llorente, Toquero
dpa
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