Freitag, 2. Oktober 2009 / 14:34 Uhr
Bremen - Am Ende eines wunderbaren Werder-Abends war Peter Niemeyer untröstlich. Weder Bremens teilweise furioser 3:1 (2:0)- Heimsieg gegen Athletic Bilbao noch die Fürsprache seiner Team-Kollegen konnten den 25 Jahre alten Unglücksraben aufrichten.
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Denn Niemeyer hatte das kuriose «Kunststück» vollbracht, nur 236 Sekunden nach seiner Einwechslung beim Stand von 2:0 nach zwei groben Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen und den scheinbar sicheren Werder-Sieg noch einmal zu gefährden. «Ich möchte mich bei der Mannschaft entschuldigen. Gott sei Dank ist es mit einem 'Happy End' zu Ende gegangen», sagte der Fußball-Profi nach seinen beiden Fehltritten in der Europa League.
Zuvor war der Mittelfeldspieler mit gesenktem Kopf und bedröppelter Miene in der 64. Minute vom Platz geschlichen - in Erwartung einer Standpauke seines Trainer Thomas Schaaf. Doch der ließ noch einmal Gnade nach dem «Übereifer» seines Reservisten walten. Niemeyer war ohnehin gestraft genug. «Man schadet damit der eigenen Mannschaft und sich selbst. Das war nicht clever», brachte es Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs auf den Punkt.
Abgesehen von Niemeyers Fauxpas hatte der Werder-Macher wenig zu monieren. Der souveräne Sieg gegen die Basken erinnerte an alte Bremer Fußball-Festivals auf europäischer Bühne, allein der erste Durchgang mit den tollen Toren des immer stärker werdenden Aaron Hunt (18. Minute) und Naldo (41.) war das Eintrittsgeld wert. Ein ums andere Mal ließen die kombinationssicheren Hanseaten - allen voran die glänzend harmonierenden Zauber-Dribbler Hunt, Mesut Özil und Marko Marin - die spanischen Verteidiger ins Leere laufen. «Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut kombiniert», sagte Schaaf.
Mit optimalen sechs Punkten aus zwei Partien führen die Bremer, für die Torsten Frings nach Bilbaos Anschlusstreffer durch Fernando Llorente (90.+1) per Foulelfmeter (90.+4) den 3:1-Endstand besorgte, nun die Gruppe L an. Bereits in den beiden Spielen gegen Austria Wien (22. Oktober und 5. November) kann der Finalist der Vorsaison den Einzug in die K.o.-Runde praktisch perfekt machen. «Besser kann man nicht starten», meinte Allofs.
dpa
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