Donnerstag, 9. November 2006 / 14:52 Uhr
Frankfurt/Main - Frankfurts Manager Siegfried Dietrich hat sich vor dem brisanten Spitzenspiel zwischen Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt hat sich gegen Kritik aus Potsdam zur Wehr gesetzt, sein Verein mache mit aggressiver Transferpolitik den Frauenfußball kaputt.
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Zugleich sprach sich Dietrich gegen feste Löhne im Frauenfußball aus. «Jede Spielerin hat ihren Marktwert. Wie in jedem Beruf muss sie die Möglichkeit haben, frei zu verhandeln», sagte Dietrich im «kicker».
Frankfurts Manager Siegfried Dietrich schaut sich ein Spiel an.
Potsdams Trainer Bernd Schröder hatte vor eineinhalb Wochen die Transferpolitik der Frankfurterinnen kritisiert und dem 1. FFC vorgeworfen, er wolle mit «brachialer Gewalt nach oben». Die Frankfurterinnen hatten im Sommer Karolin Thomas und Petra Wimbersky aus Potsdam verpflichtet. «Wenn wir das fortsetzen und das Geld im Vordergrund steht, dann geht die Philosophie des Frauenfußballs kaputt», klagte Schröder, der mit seinem Team in der Liga derzeit nur den enttäuschenden vierten Rang belegt und sowohl im UEFA-Pokal als auch im DFB-Pokal bereits ausgeschieden ist. Schröder sieht auch die Qualität der Nationalmannschaft in Gefahr.
Dietrich wies den Potsdamer Vorwurf zurück. «Jeder sollte vor seiner eigenen Haustür kehren», riet der FFC-Manager seinem Berliner Rivalen. Dietrich warf Schröder vor, sich nicht genügend um seine Spielerinnen gekümmert zu haben. «Das ist zumindest aus den Gesprächen mit den Akteurinnen herauszuhören, die von Potsdam zu uns gekommen sind», sagte Dietrich, der an seiner Vorgehensweise festhalten will. «Jeder entwickelt sich nach seinen Möglichkeiten», so der 49-Jährige.
dpa
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