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HSV mit Nullnummer an Seeler-Geburtstag

Hamburg - Ein harmloser Hamburger SV hat sein Idol Uwe Seeler zum 73. Geburtstag mit einer Nullnummer in der Europa League abgespeist und den Sprung an die Tabellenspitze verpasst.

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Gegen Celtic Glasgow kam der HSV am vierten Spieltag in der Vorrundengruppe C über ein klägliches 0:0 nicht hinaus. Vor 45 037 Zuschauern im Hamburger WM-Stadion blieben die Hausherren den Beweis schuldig, eine Spitzenmannschaft zu sein. Vor allem die Leistung in der ersten Hälfte war ein fußballerischer Offenbarungseid.

HSV-Mauer

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Die Hamburger David Rozehnal (l) und Joris Mathijsen (r) stoppen Gary Caldwell.

«Man muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Die Situation war nicht einfach, aber sie hat sich wieder in das Spiel hineingefunden», sagte Trainer Bruno Labbadia trotzdem und verwies auf die Verletzungsmisere des HSV. «Was vielleicht gefehlt hat, war die Durchschlagskraft. Wir haben es aber jetzt selber in der Hand und wollen das in den zwei Spielen klar machen», meinte der Coach.

Durch den klaren 3:0-Sieg von Spitzenreiter Hapoel Tel-Aviv (9 Punkte) beim Tabellen-Dritten Rapid Wien (4) steht der HSV, der als Gruppen-Zweiter sieben Zähler gesammelt hat, im nächsten Europa- League-Heimspiel (2. Dezember/21.05 Uhr) gegen Rapid unter Druck. Schließlich hat der Bundesliga-Dritte schon das Hinspiel in Wien mit 0:3 sang- und klanglos verloren. Danach kommt das Gastspiel in Israel. «Wir wollen jetzt eine Serie starten. Durch den Sieg von Tel Aviv war das ein gewonnener Punkt», fand Joris Mathijsen.

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Hamburgs Fußball-Idol Uwe Seeler, der seinen Geburtstag in einer Loge als Fan seines Clubs feierte, hatte sich Tore gewünscht. Doch der HSV geizte gegen das Abwehrbollwerk der Schotten mit Zählbarem. Überlegen war das Team von Trainer Labbadia zwar, doch die besseren Chancen hatten zunächst die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste aus Schottland. Vor allem Keeper Frank Rost bewahrte seine Mannschaft mit Glanzparaden vor einem Rückstand. «Vom letzten Spiel waren wir noch verunsichert. Der Frank hat zweimal sensationell gehalten», sagte Nationalspieler Marcell Jansen und spielte auf das 2:3 gegen Gladbach in der Bundesliga an. «Wir sind enttäuscht, wir hatten die Chancen», sagte der für die Schotten spielende Andreas Hinkel.

Dabei hätten die Hausherren schon früh die Weichen stellen können. Der Schwede Marcus Berg, beim 1:0-Sieg in Glasgow der Torschütze, scheiterte völlig frei stehend aus sieben Metern an Ersatztorhüter Lukasz Zaluska. Auf der Gegenseite hätte Scott MacDonald den HSV- Keeper mit einem Schuss aus 14 Metern alt aussehen lassen. Mit einer Weltklasseparade verhinderte Rost in der 17. Minute den Rückstand. Der Keeper war dann auch in der 33. Minute zur Stelle, als erneut MacDonald auf der linken Seite heranstürmte.

Auf HSV-Seite scheiterte Jansen, der Nationalspieler Piotr Trochowski aus der Start-Elf verdrängt hatte, zweimal mit Fernschüssen. Nach der Pause kam der HSV mit frischem Elan aus der Kabine. Mathijsen (48.) köpfte gleich knapp über die Latte. Zweimal prüfte Eljero Elia (52./57.) den gut haltenden Polen im Schotten-Tor. Zaluska (73.) parierte dann auch glänzend gegen David Rozehnal, der beinahe per Kopf seinen ersten HSV-Treffer erzielt hätte. Der HSV war nah dran am Siegtreffer, doch das erlösende Tor wollte einfach nicht fallen.

dpa

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