Donnerstag, 23. November 2006 / 18:24 Uhr
Karlsruhe - Im letzten Länderspiel des Jahres hat die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft das Dutzend Siege voll gemacht. Die Welt- und Europameisterinnen bezwangen in einem Testspiel in Karlsruhe Japan mit 6:3 (3:0).
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Mit diesem Sieg läuteten die DFB-Frauen erfolgreich die Vorbereitungsphase für die WM vom 10. bis 30. September 2007 in China ein. Vor 12 318 Zuschauern erzielte Birgit Prinz mit dem 2:0 (22.) ihr 101. Tor im DFB-Dress. Zudem stieg die Angreiferin vom 1. FFC Frankfurt mit ihrem 155. Länderspiel zur alleinigen Rekordnationalspielerin auf.
Birgit Prinz erzielte gegen Japan bereits ihr 101. Tor im DFB-Dress.
«Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt», sagte Bundestrainerin Silvia Neid. «Das war ein toller Abschluss des Jahres. Neun Tore in einem Spiel ist klasse und optimal für die Zuschauer. Jetzt können wir beruhigt nach Hause fahren und uns aufs neue Jahr vorbereiten.»
Neben Prinz trafen Petra Wimbersky (9./62.), Kerstin Garefrekes (beide 1. FFC Frankfurt), Célia Okoyino da Mbabi (SSC 07 Bad Neuenahr/37.) und Conny Pohlers (1. FFC Turbine Potsdam/76.). Shinobu Ohno (53.), Aya Miyama (82.) und Karina Maruyama (88.) gelangen die Tore für die Asiatinnen (53.). Grund zum Feiern hatten vor allem Prinz und Kerstin Stegemann. Die dreimalige «Weltfußballerin des Jahres» überholte Bettina Wiegemann (154 Einsätze). Abwehrspielerin Stegemann vom FFC Heike Rheine wurde für ihr 150. Länderspiel von DFB-Präsident Theo Zwanziger geehrt. Dabei hatte die heute 29-Jährige einst überlegt, ob sie sich lieber dem Reitsport widmen soll.
Die einzige Niederlage für das Team von Bundestrainerin Neid hatte es 2006 im März gegen China (0:1) gegeben. Alle anderen Partien gewann die in der WM-Qualifikation überaus erfolgreiche Mannschaft. Vier Wochen nach dem 5:1 in Aalen gegen England mussten die Gastgeber ohne Renate Lingor antreten. Die in Karlsruhe aufgewachsene Mittelfeldspielerin musste ausgerechnet bei ihrem Heimspiel passen. «Ich habe seit einer Woche Probleme mit der Wade», meinte sie.
Zudem fehlten Stammtorhüterin Silke Rottenberg (1. FFC Frankfurt) und Abwehrspielerin Sandra Minnert (SC 07 Bad Neuenahr) wegen Verletzungen. Sie wurden von den Potsdamerinnen Nadine Angerer und Babett Peter ersetzt. Die Japanerinnen, Nummer 13 der Weltrangliste, hatten noch nicht ihren Respekt vor dem Gegner abgelegt, da schoss Wimbersky bereits das 1:0. Einen Patzer von Torhüterin Miho Fukumoto nutzte Prinz zu einem weiteren Treffer.
Richtig gefährlich wurde es für die kleinen Japanerinnen, wenn die deutsche Elf über die Flügel spielte: Dabei tat sich vor allem Isabell Bachor auf der linken Seite hervor. Mit ihrem dritten Länderspieltreffer zum 3:0 machte da Mbabi noch vor der Pause alles klar. Den ersten Torschuss der Japanerinnen gab Miyuki Yanagita zwei Minuten vor der Pause ab. In der zweiten Halbzeit nutzte die DFB-Auswahl die Räume etwas geschickter und legte noch drei Treffer nach.
dpa
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