Freitag, 27. November 2009 / 09:08 Uhr
Santiago de Chile - Aufatmen der Fußballfans in Chile: Der Fußballverein Rangers de Talca hat eine Klage gegen seinen Abstieg aus der ersten Liga Chiles zurückgezogen und damit einen drohenden Ausschluss des südamerikanischen Landes von der Fußball-WM in Südafrika abgewendet.
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Die Rücknahme der Klage wurde vom Konkursverwalter des Vereins, Cristián Herrera, bestätigt. Eine Klage vor einem ordentlichen Gericht ist nach den Regeln des Weltfußballverbandes FIFA verboten. Der Verband hatte zuvor gewarnt, Chile werde von allen internationalen Spielen und damit auch von der WM im kommenden Jahr ausgeschlossen, wenn die Klage nicht zurückgezogen oder der Club bestraft werde.
Rangers hatte bei einem Spiel aus Versehen sechs Ausländer eingesetzt. Das war einer mehr als erlaubt und der nationale chilenische Fußballverband ANFP zog dem Club daraufhin drei Punkte ab, was den Abstieg bedeutete. Der Verein klagte gegen die Entscheidung, wollte erreichen, dass die Punkte erst in der kommenden Saison - bei gleichzeitigem Verbleib des Vereins im Fußball-Oberhaus - abgezogen werden.
Der Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol, Nicolás Leoz, hatte noch kurz vor der Beilegung der Krise betont, die Lage sei sehr ernst. «Was in Chile vorgeht, ist sehr besorgniserregend. Die FIFA ist bei solchen Fragen sehr drastisch und das Risiko eines Ausschlusses ist real. Es muss sofort gehandelt werden», warnte er. Chile hatte sich nach zwölf erfolglosen Jahren wieder einmal für eine Fußball-WM qualifiziert.
dpa
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